Polemik
Zwei Sätze als grosse Lebenshilfe

Michael Wehrle
Michael Wehrle
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Auch Lothar Matthäus sorgte mit seinen Äusserungen vor der Kamera immer mal wieder für Schlagzeilen.

Auch Lothar Matthäus sorgte mit seinen Äusserungen vor der Kamera immer mal wieder für Schlagzeilen.

Keystone/Dpa/Peter Kneffel

Die treuen Krimifans vor dem Fernsehapparat wissen Bescheid. Sitzt ein Beschuldigter erst einmal im Verhörzimmer, können Sie ruhig aufstehen, sich ein neues Bier holen oder zur Toilette gehen. Sie verpassen gar nichts, dann es folgt unweigerlich der Satz: «Das müssen Sie mir glauben.» Sie können Wetten darauf abschliessen, dass der Drehbuchschreiber diese fünf Worte einbaut.

Dank dieser Kreativität haben es viele Autoren bis ins Fussballgeschäft geschafft. Die Herren Kicker müssen ja schliesslich wissen, was sie von sich geben, sobald sie den Mund aufmachen. Nichts hassen die Bosse mehr, als wenn ein hoch bezahlter Jüngling einfach mal rausplappert, was ihm durch den Kopf geht. Vor allem, wenn er gerade alle drei Tore erzielt hat und der umjubelte Held des Spiels ist. So haben die Drehbuchschreiber nach langem Studieren einen zweiten Satz erfunden: «Hauptsache, ich konnte der Mannschaft helfen.» Deutlich anspruchsvoller immerhin, es sind ja sechs Worte. Wir Fernsehzuschauer aber sind dankbar, denn wir wissen so genau, wann es wieder Zeit für den Gang zum Kühlschrank ist.

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