FC Aarau
Zwei Champions, ein Versager

Seit dem Aufstieg in die Nationalliga A im Jahre 1981 hat der FCA nun 31 Trainer angestellt. Weil Rolf Fringer, Alain Geiger, Fredy Strasser, Ryszard Komornicki und Ranko Jakovljevic das Amt jeweils zweimal innehatten, sind es jedoch nur 26 Männer.

Ruedi Kuhn
Ruedi Kuhn
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Gilbert Gress war mit dem FC Aarau sehr erfolgreich.

Gilbert Gress war mit dem FC Aarau sehr erfolgreich.

Keystone

Im Klartext: Raimondo Ponte ist der 26. Trainer des Vereins im Zeitraum von 34 Jahren.

Der Prominenteste unter ihnen ist zweifellos Ottmar Hitzfeld. Der Lörracher feierte mit dem FC Aarau 1985 den bisher einzigen Cupsieg der Vereinsgeschichte. Der Erfolgreichste heisst Rolf Fringer. Der Österreicher wurde 1993 Meister.

Die schillerndste Figur ist Gilbert Gress. Der Elsässer rettete den FC Aarau im Mai 2007 vor dem Abstieg. Gress’ Bilanz ist einzigartig: Fünf Spiele, drei Siege und zwei Unentschieden. Der einzige Spielertrainer ist Roger Wehrli, der Anfang der 1990er-Jahre allerdings keine glückliche Zeit erlebte und beinahe abgestiegen wäre.

Die besten Bilanzen haben Hitzfeld (69 Siege, 33 Unentschieden, 44 Niederlagen), Fringer (80, 57, 67), Wolfgang Frank (31, 10, 16) und René Weiler (65, 19, 36). Urs Schönenberger (18 Spiele), Martin Rueda (22) und Ruedi Zahner (6) gehören in die Kategorie der Übergangstrainer. Dazu zählt neu auch Sven Christ, der am vergangenen Sonntag nach 25 Meisterschaftsspielen mit nur drei Siegen entlassen worden ist.

Der grösste Versager ist Martin Andermatt. In der Zeit zwischen Oktober 2009 und April 2010 gab es für ihn in 18 Spielen 14 Niederlagen, 3 Unentschieden und lediglich 1 Sieg. Andermatt verlor trotz der miserablen Bilanz nie den Humor. Angesprochen auf die Frage, ob der Druck für ihn nach den vielen Pleiten nicht unerträglich ist, entgegnete er: «Nein, warum? Druck spüre ich nur, wenn ich Früchte gegessen habe.»