Apropos
Wissenschaftlicher Fortschritt

christoph bopp
christoph bopp
Drucken
Je kleiner der Effekt, desto grössere Maschinen braucht es, um ihn zu sehen. Der Teilchendetektor Atlas am Forschungszentrum Cern bei Genf war an der Entdeckung des berühmten Higgs-Teilchens beteiligt.Imago

Je kleiner der Effekt, desto grössere Maschinen braucht es, um ihn zu sehen. Der Teilchendetektor Atlas am Forschungszentrum Cern bei Genf war an der Entdeckung des berühmten Higgs-Teilchens beteiligt.Imago

imago/Leemage

Die alten Griechen – das meint die rund ums 4. Jahrhundert vor Christus, – zeichneten ihre geometrischen Figuren in den Sand. Und wenn sie etwas beweisen wollten, etwa dass eine Fläche gleich gross wie eine andere wäre, zogen sie im Sand eine Linie.

Betrachtet man Galileis Manuskripte und Notizen, darf man vermuten, dass er von der Galläpfeltinte schwarze oder braune Finger hatte.

Die grossen Stars der Physik von 1900 bis 1930, als die Konturen des wissenschaftlichen Weltbildes neu gezogen wurden, schrieben ihre Formeln mit Kreide an Wandtafeln und standen dann diskutierend davor. Und ihre Frauen ärgerten sich über weiss beschmierten Kittelärmel, weil man die brauchte, um an den Formeln herumzuprobieren.

Heute sitzen sie in langen Reihen vor grossen Bildschirmen. Sie haben saubere Füsse, weil sie nicht im Sand arbeiten, und saubere Ärmel, weil sie eine Delete-Taste haben. Immerhin.