Apropos
Wir Männer sind weniger gut

Eddy Schambron
Eddy Schambron
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Mädchen sind früher reif als Knaben, sie erzielen die besseren Bildungsabschlüsse, sie sind gesünder. (Archivbilder)

Mädchen sind früher reif als Knaben, sie erzielen die besseren Bildungsabschlüsse, sie sind gesünder. (Archivbilder)

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Mädchen sind früher reif als Knaben, sie erzielen die besseren Bildungsabschlüsse, sie sind gesünder. Das Ungleichgewicht zieht sich ins Erwachsenenalter: Frauen haben beispielsweise eine grössere soziale Kompetenz als Männer. Es gebe gut erforschte soziale, emotionale und sprachliche Fähigkeiten, die bei Knaben deutlich schlechter ausgeprägt seien als bei Mädchen, stellt der Neurowissenschafter Manfred Spitzer von der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm fest.

Es kommt für uns Männer noch härter: Frauen gebrauchen täglich etwa 20 000 Wörter, Männer dagegen nur 7000. Auch das verbale Gedächtnis von Frauen sei zeitlebens besser als das von Männern, schreibt Spitzer im Fachjournal «Nervenheilkunde». Wenigstens können wir Männer nichts dafür, weil eine Ursache «für das offenkundige Intelligenzdefizit der Männer» in einer unterschiedlichen genetischen Ausstattung der Geschlechter liegt.

Das hilft uns Männern zwar nicht wirklich. Aber vielleicht erklärt die Forschung, weshalb die Politik so ist, wie sie ist: Im Bundesrat sitzen zwei Frauen und fünf Männer, im Nationalrat 64 Frauen und 136 Männer, im Ständerat 7 Frauen und 39 Männer. In den kantonalen Parlamenten sieht es nicht anders aus: 703 Frauen und 1900 Männer. Und andernorts ist Männerdominanz ja erst recht Trump(f).