Kommentar
Wir dürfen nicht abstumpfen

Schon wieder! Das dachten am Dienstag wohl viele. Nach einem erneuten Anschlag in Europa müssen wir uns fragen, wie wir mit solch schrecklichen Taten umgehen.

Christian Dorer
Christian Dorer
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Rettungskräfte vor der U-Bahnstation Maelbeek in Brüssel.

Rettungskräfte vor der U-Bahnstation Maelbeek in Brüssel.

Keystone

Hand aufs Herz: Wie haben Sie am Dienstag auf den Terror in Brüssel reagiert? Wurde Ihr Alltag auf den Kopf gestellt wie nach den Anschlägen in Paris vom 13. November? Klebten Sie fassungslos an den Online-Newsportalen? War es das einzige Gesprächsthema? Oder fühlten Sie sich ertappt dabei, den Anschlag eher nüchtern zur Kenntnis zu nehmen und zu denken: Schon wieder!

Der Mensch kann nicht in dauernder Schockstarre leben. Er gewöhnt sich selbst an Schreckliches erschreckend schnell. Die Enthauptungsvideos des IS schockierten die Welt; heute werden sie kaum mehr zur Kenntnis genommen. Die Selbstmordattentate von Paris erreichten eine neue Dimension, weil sich nie zuvor in Europa Terroristen in die Luft gesprengt und dabei 130 Menschen getötet und 350 verletzt hatten.

Heute sind wir darauf eingestellt, dass jederzeit überall etwas passieren kann. Seit Anfang 2015 wurden weltweit 34 Terroranschläge verübt. Istanbul, Ankara, wieder Istanbul – wir verlieren die Übersicht. Brüssel trifft es nicht mal überraschend: Die Behörden hatten nach der Verhaftung des Paris-Attentäters Salah Abdeslam vor Anschlägen gewarnt.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Die Terrororganisation IS will unsere Lebensfreude zerstören, unsere freiheitliche Kultur besiegen, Europa verändern. Dagegen müssen wir ankämpfen. Mit allen Mitteln. Mit oberster Priorität.

Nach Paris lautete der weltweite Appell: Wir dürfen nicht zulassen, dass die Angst siegt! Heute müssen wir ergänzen: Wir dürfen ebenso wenig zulassen, dass wir abstumpfen.

Der Terroranschlag am Flughafen Brüssel. Die mutmasslichen Attentäter von Brüssel wurden von einer Kamera am Flughafen aufgenommen.
61 Bilder
Der dritte Flughafen-Attentäter: Die Behörden veröffentlichten dieses Standbild einer Überwachungskamera im Brüsseler Flughafen.
Dieser belgische IS-Kämpfer kündigt in einem Video weitere Anschläge. an.
Vermummte störten am Ostersonntag die Trauerfeier in Brüssel
Das Atomkraftwerk in Doel (Belgien)
Bei einem Polizeieinsatz am Karfreitag im Brüsseler Schaerbeek-Quartier nehmen Polizisten einen angeschossenen Verdächtigen fest
Ibrahim El Bakraoui wurde im Juni in der Türkei verhaftet. Trotzdem konnte er in Brüssel Terror sähen.
Nothelfer beobachten am Karfreitag eine Schweigeminute für die beim Anschlag getöteten Menschen. Place de la Bourse in Brüssel.
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Nothelfer beobachten am Karfreitag eine Schweigeminute für die beim Anschlag getöteten Menschen. Place de la Bourse in Brüssel.
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Bombenräumexperten
In der Nacht auf Karfreitag nimmt die Polizei in und bei Brüssel sechs Personen fest. Es besteht laut Angaben der Staatsanwaltschaft ein Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom Montag.
Das Leuven-Spital präsentiert Metallsplitter, die aus den Körpern der Opfer entfernt wurden: Schrauben, Muttern, Metallplatten.
König Philippe und Königin Mathile lassen sich im Spital Leuven Bombensplitter zeigen und bedanken sich bei den Ärzten.
Das Leuven-Spital präsentiert Metallsplitter, die aus den Körpern der Opfer entfernt wurden: Schrauben, Muttern, Metallplatten.
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Menschen ehren die Opfer an der Station Maelbeek in Brüssel.
Anteilnahme auf der Place de la Bourse im Zentrum von Brüssel.
Ein Paar küsst sich vor einer belgischen Flagge auf der steht: Homage an die Opfer vom 22. März.
Das Phantombild zeigt den zweiten mutmasslichen Attentäter aus der Brüsseler Metrostation.
Khalid El Bakraoui sprengte sich in der U-Bahn in die Luft.
Der dritte Täter vom Flughafen Brüssel: Najim Laachraoui
Die Attentäter und Brüder Khalid und Ibrahim El Bakraoui.
Dieses Röntgenbild vom Brüsseler Krankenhaus, wo einige Verletzte behandelt wurden, zeigt einen Nagel im Brustkorb.
Menschen kommen am Dienstagabend am Platz vor der Börse im Zentrum von Brüssel zusammen und gedenken der Opfer.
Dieses Bild der indischen Stewardess Nidhi Chaphekar geht um die Welt. Sie wurde beim Terroranschlag im Brüsseler Flughafen verletzt.
Dieses Bild zeigt: Die Anschläge von Brüssel lösen auch im Flüchtlingslager in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze Emotionen aus.
Menschen kommen am Dienstagabend am Platz vor der Börse im Zentrum von Brüssel zusammen und gedenken der Opfer.
Belgiens König Philippe hat sich in einer kurzen Ansprache an die Nation gewandt. «Feige und widerlich» hat er die Anschläge genannt und sie verurteilt.
Sicherheitskräfte im Zentrum von Brüssel.
Am Flughafen von Brüssel hat es am Dienstagmorgen zwei Explosionen gegeben.
Augenblicke nach der Explosion im Flughafenterminal
Das Flughafengebäude nach den Explosionen
Geborstene Scheiben nach dem Anschlag auf den belgischen Flughafen Zaventem bei Brüssel.
Szene aus der Abflughalle im Brüsseler Flughafen nach den Explosionen. Am Boden liegen mehrere Tote.
Hier schlugen die Attentäter zu
Nach dem Anschlag auf den Flughafen Zaventem: Menschenmassen vor dem Flughafengebäude.
Ein belgischer Polizist überwacht die Evakuierung des Flughafens
Das Haupt-Terminal nach den Explosionen.
Menschenmassen vor dem Brüsseler Flughafen: Passagiere und Mitarbeiter wurden aus dem Gebäude evakuiert.
Evakuierte Passagiere vor dem Flughafen Brüssel.
Mitarbeiter reagieren auf die Anschläge am Brüsseler Flughafen Zaventem.
Nach Explosionen in Brüssel: Mitarbeiter und Passagiere werden evakuiert.
Evakuiert: Flugbegleiterinnen vor dem belgischen Flughafen Zaventem bei Brüssel
Evakuierte Flugbegleiter und Passagiere vor dem Flughafen in Brüssel.
Abflug-Terminal Flughafen Brüssel: Hier sind die Bomben explodiert.
Passagiere werden aus der Brüsseler U-Bahn evakuiert.
Rauch steigt auf ausserhalb der U-Bahnstation Maelbeek in Brüssel.
Diese TV-Standbild zeigt Rettungskräfte und Opfer des Anschlags auf die U-Bahn in Brüssel.
Ein TV-Standbild zeigt, wie sich Einsatzkräfte um ein Opfer des Anschlags auf die Brüsseler U-Bahnstation Maelbeek kümmern.
Rettungskräfte kümmern sich um eine verletzte Frau vor einer U-Bahnstation in Brüssel.
Vermummte belgische Polizisten vor dem Garre dü Midi in Brüssel
Ein Wagen der belgischen Armee in Brüssel.
Rettungskräfte in der Rue de la Loi.
Die italienische EU-Abgeordnete Federica Mogherini bricht bei einer Medienkonferenz in Jordanien in Tränen aus.
Der französische Innenminister Bernard Cazaneuve spricht vor den Medien
Krisentreffen in Frankreichs Elysée-Palast in Paris: Aussenminister Jean-Marc Ayrault (l.) und Wirtschaftsminister Emmanuel Macron.
Der französische Premierminister Manuel Valls trifft zum Krisentreffen mit Präsident Hollande im Elysée-Palast in Paris ein.

Der Terroranschlag am Flughafen Brüssel. Die mutmasslichen Attentäter von Brüssel wurden von einer Kamera am Flughafen aufgenommen.

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