Polemik
Wie Neulenker die Umwelt schonen

Der Weg zum Führerschein ist heute so lange und so teuer wie noch nie zuvor. Und er endet nicht etwa bei der Fahrprüfung.

Patrick Züst
Patrick Züst
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Der Weg zum Führerschein endet nicht mit der Fahrprüfung. (Symbolbild)

Der Weg zum Führerschein endet nicht mit der Fahrprüfung. (Symbolbild)

Nicole Nars-Zimmer

Wer alle obligatorischen Vorkurse abgesessen, die überteuerten Fahrstunden bezahlt und die willkürliche Prüfung bestanden hat, der erhält noch nicht den definitiven Führerschein, sondern erst den provisorischen: Das metaphorische «grüne L», eine Bürde, die man als Neulenker während dreier Jahren mit sich trägt. Dass man während dieser Zeit als Fahrer überhaupt keinen Alkohol trinken darf, das ist verkraftbar.

Dass man aber zusätzlich noch eine obligatorische Zwei-Phasen-Ausbildung absolvieren muss, das ist eine Qual. Während zweier Tage wird einem bei diesen Kursen erklärt, was man sowieso schon weiss, und was man sowieso nie brauchen wird. Das kostet nicht nur Zeit und Nerven, sondern vor allem auch viel Geld. Für beide Kurstage bezahlt man zwischen 700 und 800 Franken.

Sinn macht das Ganze nur ökologisch: Denn wer als Student für Vorkurse, Fahrstunden, Prüfungsgebühren und Zwei-Phasen-Ausbildung bezahlt, der hat danach sicher kein Geld mehr für das nötige Benzin.