Wahlkampf
Werbung gehört zur Demokratie

Mathias Küng
Mathias Küng
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Küttigen: Daniel Wehrli (SVP) in seiner Schreinerei, wo die SVP-Wahlplakate gelagert sind.
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Daniel Wehrli (SVP) beim Anbringen der SVP-Wahlplakate.
Daniel Wehrli (SVP) beim Anbringen der SVP-Wahlplakate.
Daniel Wehrli (SVP) beim Anbringen der SVP-Wahlplakate.
Grüne, GLP, CVP.
Wahlplakate aufstellen
Werben für die Regierung.
Susanne Voser (CVP) beim Anbringen der CVP-Wahlplakate.
Brugg: Dieter Egli (SP) beim Anbringen der SP-Wahlplakate.
Wahlplakate Aargau Brugg: Franziska Liechti und Dieter Egli (SP) beim Anbringen der SP-Wahlplakate.
Die Grünen.
Dieter Egli (SP) beim Anbringen der SP-Wahlplakate.
Andreas Schmid (links) und Kaspar Schoch (rechts) (FDP) beim Anbringen der FDP-Wahlplakate.
Kaspar Schoch (links) und Andreas Schmid (rechts) (FDP) beim Anbringen der FDP-Wahlplakate.
Dieter Egli (SP) beim Anbringen der SP-Wahlplakate.

Küttigen: Daniel Wehrli (SVP) in seiner Schreinerei, wo die SVP-Wahlplakate gelagert sind.

André Albrecht

Am 23. Oktober ist Wahltag. Dann bekommt der Aargau eine neue Regierung und ein neues Parlament. Seit Sonntag werben Parteien und zahlreiche Grossratskandidierende mit Themenplakaten und mit ihren Konterfeis um Aufmerksamkeit und Stimmen. Parallel dazu läuft die Wahldiskussion in gedruckten und elektronischen Medien, über Inserate, am Stammtisch, zu Hause oder im öV. Alle Informationen und Meinungen, die so auf verschiedensten Kanälen zu den Stimmberechtigten gelangen, können ihrer Meinungsbildung dienen – das gilt natürlich auch für die Plakate.

Nun müssen die Parteien damit rechnen, dass einzelne Plakate im öffentlichen Raum beschädigt werden. «Schuld» kann das Wetter sein. Es kam schon vor, dass Kühe Plakate abgeleckt und dabei beschädigt haben. Oder ein Konterfei wird von angeheiterten Zweibeinern mit einem Schnauz «ergänzt» oder einfach verschmiert. Für solche Fälle haben die Parteien Reserveplakate. Mit solchen Vorfällen kann man leben.

Völlig unverständlich ist jedoch, wenn Wahlplakate – egal von welcher Partei, ob Mitte, links oder rechts – von Vandalen zerstört werden. Gewissermassen das erste Opfer in diesem Wahlkampf war ein SVP-Kandidaten-Plakat, das am Montag in der az abgebildet war. Es wurde zertrümmert.

Zum Funktionieren einer Demokratie gehört unabdingbar, dass die Parteien für sich werben können. Wer Wahlplakate zerstört, zeigt deshalb damit nur persönliche Unreife und dass er oder sie das Wesen der Demokratie nicht verstanden hat.