Bitte schön!
Wenn die Füsse baden gehen

Rahel Koerfgen
Rahel Koerfgen
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Ein Badekeks, der für wohlige Füsse sorgt Foot Soak and Fancy Free von Lush.

Ein Badekeks, der für wohlige Füsse sorgt Foot Soak and Fancy Free von Lush.

Schweiz am Wochenende

Worüber unterhalten sich zwei Single-Frauen jenseits der 30? Nicht über das, was auf der Hand liegen würde. Nicht über Männer – da wurde schon alles gesagt. Bei dieser Hitze gibt es Wichtigeres zu besprechen. Wir reden über Füsse.

Es war Samstag und fast schon Nacht, der Asphalt glühte immer noch. Da war eine Party in einem lauschigen Innenhof, der wegen der vielen Menschen erst recht aufgeheizt war. Nach dem ersten Schluck Champagner kam die Freundin zur Sache: «Ich hätte flache Schuhe anziehen sollen. Diese High Heels drücken schon jetzt wie verrückt.»

Wenn es heiss ist, leidet die Freundin unter geschwollenen und verschwitzten Füssen. Und sie neigt dazu, zu übertreiben. Ihre Schuhe gingen für mich höchstens als Ballerina mit Miniminimini-Absatz durch. Ich sprach das aber nicht aus. Ist eine Freundin in Not, sollte man ihr nie widersprechen. Nach dem zweiten Schluck musterte sie mich. Und nach dem dritten: «Wie machst du das bloss mit diesen Zehn-Zentimeter-Hacken? Du klagst nie über Schmerzen.»

Da hat sie recht. Ich halte es ohne Probleme eine Nacht lang in Stilettos aus und spaziere danach leichtfüssig nach Hause. Das habe ich dem Kosmetiklabel Lush zu verdanken. Vor einer Party gehen meine Füsse immer baden, mit Foot Soak and Fancy Free (10 Franken, bei lush.ch oder in den Läden). Das Fussbad erfrischt und entspannt sofort; die Haut wird mit Lavendel, Kamille und Rotalge verwöhnt. Es ist deshalb auch eine Wohltat nach einem langen Tag, wenn ich stehend k.o. bin. Und so einfach in der Anwendung: Man löst den ganzen oder einen halben Badekeks in Wasser auf, fertig. Danach die kühlende Pink Peppermint-Fusslotion (27.50 Franken, auch von Lush) aufgetragen, und meine Füsse danken es mir.

Damit ihre Schuhe in Zukunft nicht mehr scheuern, empfehle ich der Freundin, ein bisschen Fusspuder (in Apotheken, circa 10 Franken) aufzutragen. Der saugt den Schweiss auf und deodoriert die Haut.

So was Triviales wie Fusspuder war in dieser Nacht im Innenhof allerdings nicht aufzutreiben. Dafür prickelnd Gehaltvolles wie Champagner. Und so kam es, dass die Freundin plötzlich barfüssig durch den Innenhof tanzte.

Das Blatt hatte sich gewendet. Jetzt war ich diejenige mit dem Problem, einem schmierigen obendrein. Der Check im Spiegel der Damentoilette erwischte mich auf dem falschen Fuss: Die Hitze hatte mein Augen-Make-up verlaufen lassen. Vor lauter Fusspflege hatte ich vergessen, den Re(cover) Perfecting Coconut Setting Mist von Marc Jacobs Beauty (45 Franken, bei manor.ch/sephora) aufzusprühen. Ein Gesichtsspray, der das Make-up lang anhaltend und zuverlässig fixiert, die Versicherung meines Rufes quasi: Eine Beauty-Expertin, die mit verschmierter Schminke rumläuft, sollte wirklich nicht zum Gesprächsthema werden.