Polemik
Weniger Ansage wäre mehr Komfort

Andreas Möckli
Andreas Möckli
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Pendler reisen am Abend in einem Zug S-Bahn der SBB (Symbolbild)

Pendler reisen am Abend in einem Zug S-Bahn der SBB (Symbolbild)

Als Pendler sind sie ein steter Begleiter und ein konstantes Ärgernis. Die Ansagen der SBB in den Zügen und Bahnhöfen gleichen oft einer nicht enden wollender Litanei. Zu Beginn der Fahrt folgt nach der Grussbotschaft der Hinweis auf das Bordrestaurant und die SBB-Minibar, die bald der Vergangenheit angehören wird. So richtig mühsam wird es, wenn der Zug den «Endbahnhof» ansteuert. Kurz vor der Einfahrt leiert der Zugsbegleiter sämtliche Anschlusszüge hinunter, mindestens in Deutsch und Englisch. Kaum aus dem Zug ausgestiegen, ertönt in der Bahnhofshalle gleich nochmals dieselbe Botschaft.

An sich ist ein fürsorglicher Service löblich. Doch man kann es auch übertreiben. Im heutigen Informationszeitalter können sich die Passagiere auch über ihr Smartphone oder an den Bildschirmen an den Bahnhöfen über Anschlusszüge ins Bild setzen. Weniger Ansage wäre im Interesse aller Kunden mehr Komfort.

SBB-Chef Andreas Meyer kündigte vor einigen Jahren an, die Bundesbahnen arbeiteten an kürzeren Ansagen. Wir erinnern ihn an dieser Stelle gerne an diese Ansage.