Krankenkassen-Chefsaläre
Versteckis spielen ist bald vorbei

Roman Seiler
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Bald müssen alle Krankenkassen die Löhne offenlegen.

Bald müssen alle Krankenkassen die Löhne offenlegen.

Keystone

Irgendwann kam es zum Skandal bei grossen Krankenversicherern, welche die Löhne ihrer Chefs unter dem Deckel hielten. Das geschah bei der KPT und der Groupe Mutuel, die ihren früheren Patron mit mehr als zwei Millionen Franken und zwei weitere Ex-Manager mit mehr als einer Million vergoldete.

Heute legen diese Krankenversicherer wie früher bereits andere grosse Konkurrenten die Top-Löhne im Geschäftsbericht transparent offen. Sie sind längst nicht mehr so hoch, dass man sie verheimlichen muss.

Weiter gehen die Mitglieder des Verbands Curafutura CSS, Helsana, KPT und Sanitas. Sie haben sich darauf geeinigt, die Löhne ihrer Top-Gremien wie börsenkotierte Gesellschaften offenzulegen. So erfährt der Versicherte, wie viel sein Krankenversicherer total für Geschäftsleitung und Verwaltungsrat ausgibt. Das ist vorbildlich.

Die Mitgliedskassen des grösseren Verband Santésuisse machen weiter, was sie wollen. Insbesondere kleine Kassen veröffentlichen die Entschädigungen ihrer Aufsichtsgremien und Geschäftsleitungen unvollständig oder gar nicht.

Versteckis spielen, das ist im kommenden Jahr vorbei. Dann müssen gemäss Gesetz alle die Löhne offenlegen. Darüber zu jammern, nützt nichts: Wer sich nicht selbst bewegt, wird halt reguliert.

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