Sexdating-Lehrer
Überforderte Schulbehörde

Der Fall des Sexdating-Lehrers zeigt zum wiederholten Mal auf, wie viele Schulbehörden ganz einfach überfordert sind in ihrem Job.

Roman Huber
Roman Huber
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Der entlassene Sexdating-Lehrer.

Der entlassene Sexdating-Lehrer.

Es ist leider kein Einzelfall: Einmal mehr hat es eine Schulbehörde verpasst, rasch und richtig auf einen unangenehmen Zwischenfall an ihrer Schule zu reagieren.

Es geht nicht allein darum, dass hier eine offenkundige Warnung zuerst gar ignoriert wurde. Offensichtlich wollte die Schulbehörde samt Schulleiterin einen Vorfall verniedlichen und unter den Teppich kehren.

Schülerinnen sind durch den aufdringlichen Lehrer offenbar keine zu Schaden gekommen. Die Vorfälle in Döttingen und Würenlos dürfen trotzdem nicht heruntergespielt werden.

Es gibt eine klare Standesregel Nummer 10 im Lehrerberuf, wonach keinerlei unnötige Berührungen und schon gar kein Sex in einen Schulbetrieb gehören. Mit andern Worten: In diesem Punkt herrscht schlichtweg Null-Toleranz.

Der Vorfall zeigt exemplarisch auf, wie Schulbehörden vielfach überfordert sind in ihrem Job.

Sie stellen sich zwar freiwillig dafür zur Verfügung und erhalten für ihren Einsatz nur ein bescheidenes Sitzungsgeld.

Dies entbindet sie aber nicht von der Pflicht, ihre Aufgabe, nämlich die Pflege der Schule und deren Zöglinge, die Schülerinnen und Schüler, aufs Genaueste wahrzunehmen.

Das heisst, dass man Hinweise auf Unannehmlichkeiten überprüft und ohne Verzug entsprechende Massnahmen einleitet.

Würenlos und Döttingen haben hoffentlich aus diesem Fall ihre Lehren gezogen. Jedenfalls wäre es wünschbar, wenn alle Schulbehörden, besonders diejenige in Döttingen, ein Krisenmanagement aufstellen würde.

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