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Solarstrom gegen die Depression

Jörg Meier
Jörg Meier
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Solarenergie.

Solarenergie.

Keystone

Eine Untersuchung hat ergeben, dass Menschen, die eine Photovoltaik-Anlage besitzen, erkennbar glücklicher sind als Menschen, die ohne eigene Photovoltaik durchs Leben müssen. Die Untersuchung scheint unverdächtig, die Erklärung schlüssig: Photovoltaiker fühlen sich auch deswegen gut, weil sie glauben, mit der Erzeugung von Solarstrom einen Beitrag zur Lebensverlängerung des Planeten zu leisten. Also vertrauen wir der Untersuchung, bleiben aber vorsichtig.

Denn die Erkenntnis könnte weitreichende Konsequenzen haben: Wenn künftig einer, von leichten Depressionen geplagt, den Arzt aufsucht, wird ihm dieser, sofern er auf dem aktuellsten Stand des Wissens ist, nicht mehr die teuren Medikamente mit den vielen Nebenwirkungen verschreiben. Nein, der Arzt wird seinem Patienten die Anschaffung und den Einbau von möglichst viel Photovoltaik per Rezept empfehlen.

Das wiederum wird dazu führen, dass bald schon die Krankenkassen die Kosten für den Einbau von Photovoltaik-Anlagen übernehmen werden müssen. Es ist allerdings gut möglich, dass das in der ersten Zeit nur über die Zusatzversicherung geschehen kann.

Pech hätten da allerdings die unter Depressionen leidenden Asylsuchenden. Besonders, die, welche im Aargau untergebracht sind. Denn die haben nicht nur keine Zusatzversicherungen, sondern erst noch einheitlich eine Franchise von 2500 Franken. Auch wenn die Depressionen offensichtlich sind, wird ihnen die Photovoltaik kaum bewilligt werden. Viel zu teuer. Allenfalls gibt es Tabletten. Die müssen genügen. Abgesehen davon: Die hätten in ihren Unterkünften auch gar keinen Platz für Photovoltaik.