Polemik
Sehnsucht nach dem Schlangestehen

Marcel Kuchta
Marcel Kuchta
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Normalerweise zieht sich die Warteschlange bei Skiliften bis weit nach hinten.

Normalerweise zieht sich die Warteschlange bei Skiliften bis weit nach hinten.

Thomas Mathis

Liebe LeserInnen, diese Polemik ist keine eigentliche Polemik, aber letztlich eben doch eine. Nicht verwirrt sein, denn es geht um Folgendes: Wer in die Skiferien fährt, der stellt sich grundsätzlich mal auf ein gröberes Chaos ein. Das fängt an mit dem obligaten Stau auf der A1 Richtung Bern. Dann steht man in der Regel schon eingangs des Kandertals, gefolgt von garantierter Wartezeit vor dem Autoverlad in Kandersteg. Schliesslich herrscht auch bei der Gondelbahn, welche hoch hinauf ins autofreie Skigebiet führt, in aller Regel ein fürchterliches Tohuwabohu. Hat man alles hinter sich gebracht, dann liegen die Nerven blank, und man beginnt die Ferienwoche mit gerissenen Geduldsfäden und leeren Batterien.

In diesem Jahr war alles anders. Kein Stau, keine Wartezeiten, nix. Selbst während der Woche kaum einmal Schlange stehen vor den verschiedenen Ski- und Sesselliften. Welche eine Freude, Erholung pur! Aber eben – mit der Zeit stellt man sich die Frage: Wo sind sie denn geblieben, all die Leute. Hochsaison und kaum Betrieb in der Skidestination meines Herzens. Das kann kein gutes Zeichen sein. Oder?

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