Arbeitswelt der Zukunft
Schweiz kann sich nur selbst schlagen

Fabian Hock
Fabian Hock
Drucken
Teilen
Innovation ist eine der Stärken der Schweiz.

Innovation ist eine der Stärken der Schweiz.

Karwan Ghafouri/ZVG

Es sind die perfekten Voraussetzungen: Eines der besten Bildungssysteme der Welt, eine Infrastruktur, die ganz Europa grün werden lässt vor Neid, und Unternehmen, die sich so lange am harten Franken reiben konnten, dass sie heute vor Innovationskraft nur so strotzen. Kaum ein Land hat bessere Chancen, ganz oben auf der Digitalisierungswelle zu surfen als die Schweiz.

Wären da nicht die Knüppel, die man sich mit schöner Regelmässigkeit zwischen die eigenen Beine wirft. Zwei Beispiele aus jüngerer Zeit: Die Masseneinwanderungsinitiative hat Unternehmen derart verunsichert, dass wichtige, zukunftsgerichtete Investitionen zurückgestellt werden – also genau jene Ausgaben, die die Firmen oben auf der Welle halten. Und bei einem «Ja» zur Service-public-Initiative entstünde der nächste unschöne Felsbrocken in der Brandung, denn die Initiative zielt letztlich auf die so wichtige Infrastruktur. Zwei Initiativen, die den Anforderungen der Digitalisierung komplett entgegenstehen.

Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt in einem Masse verändern, wie dies zuletzt die Industrielle Revolution schaffte. Den Herausforderungen sollte dabei mit Offenheit, politischer Stabilität und mit Vertrauen ins eigene Können begegnet werden. Das erhält der Schweiz den wirtschaftlichen Vorteil. Und es gibt dem Einzelnen die Chance, von den ohnehin nicht aufzuhaltenden Entwicklungen zu profitieren.