Polemik
Realitätstest für Uber-Fahrer?

In London drohen die Behörden Uber mit Sprachtests für seine Fahrer. Test des Sprech- und Hörverstehens will Uber zwar akzeptieren, nicht aber für Lese- und Schreibfähigkeit.

Tommaso Manzin
Tommaso Manzin
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Begehrtes Gut: Digitale Karten für Fahrdienstanbieter wie Uber. (Archivbild)

Begehrtes Gut: Digitale Karten für Fahrdienstanbieter wie Uber. (Archivbild)

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Fahren die Uber-Chefs ab und zu Taxi oder surfen sie nur noch virtuell durch die Gegend? Schreibfähigkeit mag noch verzichtbar sein.

Aber das Lesen? Auch mit Navigator gibt es unvorhersehbare Situationen, in denen man besser lesen kann. Umleitungen etwa. Und wie sicher assistiertes Fahren ist, zeigte der Blindflug jenes Teslas, dessen Autopilot einen Lastwagen mit einer Wolke oder sonst einem Hintergrundobjekt verwechselte.

Da fehlte es gerade noch, dass nun Brillen auf den Markt kommen, die genau das tun: echte und virtuelle Welt mixen. Die Datenbrille von Intel etwa erzeugt im Sichtfeld eine virtuelle Welt, blendet dazu aber Gegenstände und Personen aus der Umgebung ein.

Bleibt zu hoffen, dass Uber nicht auf die Idee kommt, diese Technologie als Orientierungshilfe für die Fahrer einzusetzen. Sonst müsste man für sie neben dem Sprach- noch einen Realitäts-Test einführen. Uberwirklich? Surreal ist vor allem die fehlende Bodenhaftung des Fahrdienstes.