Polemik
Olympische Spiele? Nein, danke!

Ruedi Kuhn
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Zum Glück nur alle vier Jahre.

Zum Glück nur alle vier Jahre.

KEYSTONE/EPA EFE/ANTONIO LACERDA

Freuen Sie sich auf die Olympischen Spiele in Rio? Auf die geballte Ladung Sport in der kurzen Zeit von rund zwei Wochen? Auf den täglichen 24-Stunden-Service des Schweizer Fernsehens mit den elend langen Wettbewerben und den neunmalklugen Analysen von früheren, in die Jahre gekommenen und leicht ergrauten Medaillengewinnern?

Ich gebe es zu: Meine Freude auf das Sportspektakel hält sich in Grenzen. Woher kommen die gemischten Gefühle? Ganz einfach! Die Flut von Sportarten mit Hunderten von Vorläufen, Zwischenläufen, Halbfinals und Finals erschlägt mich. Olympia reisst mich nicht vom Hocker. Es ist zu viel. Denke ich an das 7er-Rugby der Männer und das 7er-Rugby der Frauen wird mir sogar richtig übel. Und wer, bitte schön, erklärt mir die Regeln im Synchronschwimmen und Taekwondo?

Zugegeben: Ich bin froh, dass die Olympischen Spiele nur alle vier Jahre stattfinden. 2020 ist es wieder so weit. Ich bin sicher, dass in Tokio die eine oder andere Sportart dazukommen wird. Ein paar Vorschläge? Bitte schön! Wie wäre es mit einer Fuchsjagd, Bingo oder einer Mixed-Staffel auf der Wasserrutsche?