Schweizer Armee
Muss man sich Sorgen machen?

Kaum ein Tag vergeht ohne neue Enthüllungen zu den Missständen an der Armeespitze. Nach dem vorzeitigen Rücktritt von Armeechef André Blattmann dürften auch die Tage von Luftwaffenchef Aldo C. Schellenberg gezählt sein.

Stefan Schmid
Stefan Schmid
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Die Operationszentrale der Schweizer Luftwaffe in Wangen-Brüttisellen.

Die Operationszentrale der Schweizer Luftwaffe in Wangen-Brüttisellen.

Ex-Press

Der neue Verteidigungsminister Guy Parmelin wird es sich wohl kaum leisten wollen, den angeschlagenen Fliegergeneral noch lange zu stützen. Angetrieben von der SVP, dürfte er die Chance zum Neuanfang resolut nutzen.

Ein solcher ist freilich auch dringender denn je. Man kann nur von Glück reden, ist die Schweiz weitgehend von Nato-Staaten umgeben, die letztlich für die Sicherheit in Europa sorgen. Es bestehen ernsthafte Zweifel, ob unsere Armee angesichts ihrer Führungsschwäche überhaupt in der Lage wäre, Gefahren adäquat zu begegnen. Die Führungsriege gleist ein wichtiges Rüstungsgeschäft ziemlich dilettantisch auf. Und das in ruhigen Friedenszeiten. Kaum auszumalen, wie das wohl wäre, stünden diese Herren in einer Notlage wirklich unter Strom.

Adrian Amstutz, dem Fraktionschef der SVP, ist zuzustimmen: Die Sicherheitspolitik bedarf in Zeiten russischer Aggressionen und terroristischer Bedrohungen einer neuen Ernsthaftigkeit. Gefragt ist nicht einfach mehr Geld, sondern primär ein überzeugendes Konzept. Guy Parmelin ist gefordert. Nicht zuletzt steht er all jenen Bürgerinnen und Bürgern gegenüber in der Pflicht, die dieser Armee nach wie vor pflichtbewusst dienen.

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