Meiereien
Die schönsten Wasserfälle

Die meisten Schweizer Medien berichten sicher einmal pro Jahr über die schönsten Wasserfälle der Schweiz. Wieso mich das heiter stimmt.

Jörg Meier
Jörg Meier
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Der Wasserfall Piumogna bei Faido. (Mittwoch, 29. Juli 2020)

Der Wasserfall Piumogna bei Faido. (Mittwoch, 29. Juli 2020)

Keystone

Heute bin ich heiter gestimmt. Denn heute bin ich ihr schon zum dritten Mal innerhalb einer Woche begegnet: Der aktuellen Liste mit den schönsten Wasserfällen der Schweiz. Und ich stelle erleichtert fest: Die Liste der schönsten Wasserfälle 2021 unterscheidet sich nur minimal von der Liste der schönsten Wasserfälle 2020 oder 2019 oder 2018 und der Jahre zuvor.

Die meisten Schweizer Medien nehmen ihren Informationsauftrag vorbildlich wahr und berichten sicher einmal pro Jahr über die schönsten Wasserfälle. Manchmal ändert sich die Reihenfolge leicht, sonst bleibt alles vertraut; gleiche Fotos, ähnliche Beschreibungen. Zuerst habe ich die Liste dieses Jahr in der NZZ gelesen, dann in der Coop-Zeitung, heute online. Ich bin zuversichtlich, dass ich sie im Laufe des Sommers noch mehrmals antreffen werde.

Für die Informationen bin ich dankbar. Ohne die Liste würde ich wohl niemals erfahren, welche der vielen Wasserfälle die schönsten im ganzen Land sind. Würde vielleicht den Isengrindfall im Weisstannental nicht weiter beachten. Was schade wäre. Ich habe nicht im Sinn, die Liste abzuarbeiten und alle nominierten Wasserfälle zu besuchen. Der Grund für meinen Anflug von Heiterkeit ist ein anderer. Die jährlich wiederkehrende Liste lässt darauf schliessen, dass zumindest in der schönen Wasserfallwelt noch Beständigkeit und Ordnung herrschen.