Unternehmenssteuerreform
Linke Drohung läuft ins Leere

Die Unternehmenssteuerreform III soll die bisherigen Steuerprivilegien für Holdings abschaffen. Diese müssen zwingend durch andere Erleichterungen kompensiert werden. Sonst droht den Kassen von Bund, Kantonen und Gemeinden grossen Schaden.

Stefan Schmid
Stefan Schmid
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Die Unternehmenssteuerreform III ist das wichtigste Geschäft in der laufenden Frühlingssession.

Die Unternehmenssteuerreform III ist das wichtigste Geschäft in der laufenden Frühlingssession.

Aargauer Zeitung

Die Unternehmenssteuerreform III ist das wichtigste Geschäft in der laufenden Frühlingssession. Im Kern geht es darum, bisherige Steuerprivilegien für Holdings abzuschaffen und an deren Stelle neue, jedoch international akzeptierte Steuererleichterungen einzuführen. Zudem sollen in den Kantonen die Gewinnsteuern für alle Betriebe – in- und ausländische – reduziert werden. Ziel der Vorlage ist es, die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Schweiz zu erhalten.

Doch die Drohung läuft ins Leere. Es gibt zu dieser Reform politisch schlicht keine valable Alternative. Man kann mit Recht darüber streiten, ob jede nun beschlossene Steuererleichterung sinnvoll ist. Doch unter dem Strich wäre der Schaden für die Kassen von Bund, Kantonen und Gemeinden viel grösser, wenn die bisherigen Privilegien (die zwingend abgeschafft werden müssen) ohne Kompensationsmassnahmen gestrichen würden.

In diesem Fall hätten die mobilen Firmen keinen Grund mehr, ihre Geschäftstätigkeit in der Schweiz zu belassen – sinkende Steuereinnahmen und Arbeitsplatzverluste wären die Folge. Die Bürgerlichen haben daher einfaches Spiel, maximale Forderungen durchzudrücken.

stefan.schmid@azmedien.ch