Polemik
Kunst is(s)t Wurst

Lina Giusto
Lina Giusto
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Cervelats haben viele Gesichter.

Cervelats haben viele Gesichter.

Walter Schwager

Kurz oder lang, gebogen oder gerade, hell oder dunkel – der Cervelat hat viele Gesichter.

Traditionell Leicht schräge Linien ritzt man in die Wurst. Und wiederholt diese Technik nochmals in die andere Richtung. Das Rautemuster ist der absolute Klassiker.
Verspielt Beide Wurstenden werden zu einem vierteiligen Fächer aufgeschnitten. Fertig ist die Bonbon-Wurst.
Lebendig Nach jedem Zentimeter wechselt das Messer eckig die Richtung und so zeigt sich die Wurst im originellen Zick-Zack-Muster.
Zielorientiert Der Wurstliebhaber hält das Messer gerne fest in der Hand, während er den Cervelat mehrmals um sich selber dreht. Die Wurst kleidet sich in eine durchgehende, gewellte Linie.
Pragmatisch Ein unaufgeregtes, sauberes Muster bekommt dieser Cervelat durch einfache, gerade Schnitte.
Stolz Mit lockeren waag- und senkrecht angesetzten Schnitten zeigt sich die Wurst – besonders gerne am 1. August – mit patriotischem Kreuzmuster.

Schweizer Vielfalt ist grenzenlos. Auch auf dem Teller. Dort ist Wurst kulinarischer Scherenschnitt.