Kommentar
Kreativ sparen

Jörg Meier
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(Symbolbild)

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Zwei Millionen Franken müssen die Aargauer Mittelschulen pro Jahr einsparen. Doch, anstatt nun wehklagend überall ein bisschen und möglichst verträglich zu kürzen, nutzen die Kanti-Rektoren die an sich mühsame nächste Sparrunde für die Weiterentwicklung ihrer Schulen. Sie wagen die Flucht nach vorn und werfen die alte 45-Minuten-Lektion über Bord, sie präsentieren ein neues, zeitgemässes Unterrichtsmodell und aktualisieren die Stundentafel mit neuen Fächern wie politische Bildung oder Medienkompetenz.

Die dabei eingesparten 1,6 Millionen Franken führen zwar unter dem Strich zu einem leichten pädagogischen Leistungsabbau. Doch dafür sind die Kantonsschulen jetzt mit reduzierten Mitteln gut aufgestellt für die Zukunft. In einem partizipativen Prozess werden die Lehrpersonen in die geplanten Veränderungen einbezogen. Eine unverzichtbare Voraussetzung, wenn Veränderung gelingen soll. Besonders im schulischen Bereich. Es scheint fast so, als könnte es den Mittelschulen tatsächlich gelingen, dem Aargau zu zeigen, wie man einen Sparbefehl proaktiv und kreativ nützen kann.