Polemik
Kot werfen zieht einfach besser

Fabian Hock
Fabian Hock
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Die Kandidaten für das Amt des US-Vizepräsidenten, Tim Kaine (links) für die Demorkaten und Mike Pence für die Republikaner, diskutieren an einem Pult über politische Fragen, welche die USA bewegen.

Die Kandidaten für das Amt des US-Vizepräsidenten, Tim Kaine (links) für die Demorkaten und Mike Pence für die Republikaner, diskutieren an einem Pult über politische Fragen, welche die USA bewegen.

KEYSTONE/EPA POOL/ANDREW GOMBERT

Es war vor einigen Wochen, da schrieb ich just an dieser Stelle meinen Frust über die Nominierung von Donald Trump als Präsidentschaftskandidat nieder. Genau wie der blonde Boris aus London sei der toll frisierte Donald ein Blödel, den man vorschicke, um das Volk zu unterhalten. Die eigentliche Arbeit lagere man an Bürokraten aus.

Nun, gestern trafen sich zwei davon im US-Fernsehen. Die beiden wenig bekannten Kandidaten für das Vizepräsidentenamt, Mike Pence und Tim Kaine, duellierten sich in einer Art und Weise, die man heute kaum noch für möglich gehalten hatte: sachlich. Und respektvoll. Keiner von beiden warf mit Kot um sich, brüllte rum oder beleidigte sein Gegenüber. Welch wohltuende Veranstaltung.

Können wir nicht einfach dahin zurück? So tun, als gäbe es Donald und Hillary gar nicht? Als sei das alles nur ein schlechter Scherz gewesen? Machen wir es doch einfach! Schauen wir also auf die Fakten im US-Präsidentschaftswahlka... – ah, Moment, Donald hat getwittert: «Kaine sieht aus wie ein fieser Gauner aus einem Batman-Film.» Und schon schmeisst wieder einer mit Sch...