Kommentar
Die Finanzen der Aargauer Gemeinden sind viel besser, als man denkt, aber ...

Die jüngsten Zahlen zeigen: Die Aargauer Gemeinden haben gute Jahre hinter sich. Man hätte man sich sogar auf einen weiteren Schuldenabbau freuen dürfen, doch Corona hat alles durcheinandergebracht. Jetzt herrscht Unsicherheit, erst recht mit Blick auf die Budgets 2022.

Mathias Küng
Mathias Küng
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Wegen Corona herrscht jetzt Unsicherheit, erst recht mit Blick auf die Budgets 2022.

Wegen Corona herrscht jetzt Unsicherheit, erst recht mit Blick auf die Budgets 2022.

Keystone/
Georgios Kefalas

Die Aargauer Gemeinden haben gute Jahre hinter sich. Das zeigen die jüngsten Zahlen. Nicht nur schrieben letztes Jahr 178 der 210 Gemeinden schwarze Zahlen. Sie konnten in der Folge auch die Schulden kräftig reduzieren. Innerhalb von drei Jahren wurden diese um fast zwei Drittel abgebaut. Dies vorab dank Mehreinnahmen, rückläufigen Investitionen und sparsamer Ausgabenpolitik.

Augenscheinlich stehen die Gemeinden insgesamt viel besser da, als man meinen könnte, wenn man Gemeindevertreter regelmässig vor neuen und höheren Kosten warnen hört. Hätte nicht Corona alles durcheinandergebracht, hätte man sich sogar auf einen weiteren Schuldenabbau freuen dürfen. Stattdessen herrscht jetzt natürlich Unsicherheit, erst recht mit Blick auf die Budgets 2022. Niemand weiss, wie hoch die Steuermindereinnahmen von Firmen und natürlichen Personen wirklich ausfallen werden.

Zudem gibt es enorme Unterschiede innerhalb des Kantons. Gemeinden wie Geltwil schwimmen im Geld, derweil sich Mägenwil und andere mächtig nach der Decke strecken müssen. Deshalb kann man bei der anstehenden und umstrittenen Aargauer Steuerrevision (tiefere Firmensteuern und höherer Versicherungsabzug) die Gemeinden nicht über einen Leist schlagen. Es gilt einen Modus zu finden, damit Gemeinden nicht wegen der Steuerreform den Steuerfuss erhöhen müssen. Das wäre nicht sinnvoll und schon gar nicht mehrheitsfähig.

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