Kommentar
Kandidatur von Gabriela Suter: Ständerat kann zur SP-Knacknuss werden

Fabian Hägler
Fabian Hägler
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Gabriela Suter will SP-Aargau-Präsidentin werden.

Gabriela Suter will SP-Aargau-Präsidentin werden.

zvg

Für die SP Aargau waren die letzten Jahre geprägt von einem ständigen Auf und Ab. Bei den Nationalratswahlen 2015 verloren die Genossen den Sitz von Max Chopard, bei den Grossratswahlen 2016 legten die Sozialdemokraten deutlich zu und überholten die FDP. Auch in den Lokalparlamenten verzeichnete die SP letztes Jahr einen klaren Zuwachs, während die Zahl der «roten» Gemeinderäte zuletzt sank.

Vor diesem Hintergrund kandidiert nun Gabriela Suter als neue Präsidentin der SP Aargau. Dass die 45-jährige Grossrätin am Parteitag gewählt wird, ist Formsache. Ebenso natürlich ist es, dass sie mit Blick auf die nationalen Wahlen 2019 selbstbewusst auftritt. Dass die neue Präsidentin ihre Wahlziele auch erreicht, ist aber nicht selbstverständlich. Das ist auch der SP klar: In der Mitteilung der Geschäftsleitung ist von grossen Fusstapfen die Rede, die Suter nach dem Rücktritt von Elisabeth Burgener und Cédric Wermuth auszufüllen hat.

Der abtretende Co-Präsident Wermuth hat kürzlich gewarnt, die jüngsten Erfolge der SP in den Kantonen dürften nicht überbewertet werden. Aus den Sitzgewinnen könne man nicht automatisch auf einen Zuwachs in Bundesbern schliessen. Dennoch scheint die Ausgangslage der SP gut, den 2015 verlorenen Sitz von Max Chopard im Nationalrat zurückzuholen. Wenn sie kandidiert, könnte die neue Präsidentin selber nach Bundesbern gewählt werden. Zur echten Knacknuss für Gabriela Suter dürfte die Verteidigung des Ständeratsmandats werden: Derzeit ist im Aargau keine SP-Kandidatur in Sicht, die in der Mitte die notwendigen Stimmen holt.

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