Wynental
Junge brauchen eine Anlaufstelle, wenn’s brennt

Die Regionale Jugendarbeit Wynental kommt nicht zur Ruhe. Kaum sind die Räumlichkeiten in Menziken bezogen und ist die neue Leitung einigermassen eingearbeitet, treten erste Gemeinden aus dem Verbund aus oder erwägen einen Austritt. Der Kommentar.

Rahel Plüss
Rahel Plüss
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Vor knapp zwei Jahren, im Mai 2013, wurde die KulturKantine 13 in Menziken eingeweiht und das neue Schild am Eingang angebracht.

Vor knapp zwei Jahren, im Mai 2013, wurde die KulturKantine 13 in Menziken eingeweiht und das neue Schild am Eingang angebracht.

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Teufenthal und Oberkulm argumentieren, das Interesse ihrer Jugend am Angebot in Menziken sei nicht gegeben. Deshalb könne man sich eine Mitgliedschaft ebenso gut sparen. Sie klinken sich also aus dem Projekt aus, das das ganze Tal gemeinsam ins Leben gerufen hat. Das ist schade.

Denn was die Regionale Jugendarbeit Wynental am dringendsten braucht, ist Kontinuität. Auch wenn der Erfolg kurzfristig nicht zu sehen ist, ist das noch lange kein Grund, Jugendlichen nicht auf längere Sicht eine Anlaufstelle zu bieten. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen selber sind unstet. Sie wollen sich möglichst nicht festlegen, einmal hierhin und ein andermal dorthin ausgehen. Umso mehr brauchen sie eine Konstante, eine Anlaufstelle, wenn’s brennt.

Was geschieht, wenn es die Regionale Jugendarbeit Wynental nicht mehr gibt? Kurzfristig wohl kaum etwas. Bestimmt kommt aber eine nächste Generation Jugendliche, die nach einem Angebot im Tal ruft. Auf Seite der Erwachsenen gehen Know-how und Netzwerk verloren, Dinge, die sich nicht von heute auf morgen reaktivieren lassen. Wer nicht vorbereitet ist, kann nur punktuell löschen, wenn’s brennt – das ist nicht nur unbefriedigend, sondern auch teuer.

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