Kommentar
Jobverlust gehört zum Berufsleben

Der Verlust der Stelle ist die Horrorvorstellung vieler Arbeitnehmenden. Besonders für über 50-Jährige kann es schwierig sein, wieder einen neuen Job zu finden. Ein Kommentar.

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Jobverlust gehört zu den grössten Ängsten der Schweizerinnen und Schweizer. (Symbolbild)

Jobverlust gehört zu den grössten Ängsten der Schweizerinnen und Schweizer. (Symbolbild)

Keystone

Wer im Berufsleben steht, muss damit rechnen, dass er seine Stelle verlieren kann. Wer das weiss und sich entsprechend auch auf diese Eventualität vorbereitet, wird es im Falle eines Falles leichter haben, einen neuen Job zu finden.

Doch ein Stellenverlust, der unerwartet kommt und einen unvorbereitet trifft, kann zur existenziellen Lebensbedrohung werden – erst recht, wenn er nach der Lebensmitte geschieht.

Die Zahlen sprechen da eine deutliche Sprache. Über 50-Jährige haben keine grossen Chance auf dem Arbeitsmarkt. Eine Studie zeigt: Lediglich 20 von 25 000 Inserenten von Stelleninseraten suchten nach Personen, die älter sind als 45 Jahre.

Jetzt werden die Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf (ask!) aktiv. Sie ermutigen die 4074 über 50-jährigen Stellensuchenden im Aargau noch vermehrt, selber aktiv zu werden und nicht passiv darauf zu warten, dass irgendjemand die Altersdiskriminierung beseitigt. In Einzelberatungen und Kursen können Interessierte lernen, wie sie sich altersadäquat und selbstbewusst in der Arbeitswelt positionieren können.

Und für alle Nicht- oder Noch-nicht-Betroffenen lässt sich daraus eine Empfehlung ableiten: Es lohnt sich, sich von Zeit zu Zeit einige Fragen zu stellen. Zum Beispiel: Bin ich als Arbeitnehmer attraktiv für den Arbeitgeber? Verfüge ich über die richtigen Kompetenzen? Könnte ich mein Potenzial auch anders nutzen? Und dann gilt es, je nach Antwort allenfalls rechtzeitig die Konsequenzen zu ziehen. Sei es Weiterbildung – oder sich eine neue Stelle zu suchen.

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