Apropos
Hinterhof-Fackeln im (Shit-)Sturm

Andreas Schaffner
Andreas Schaffner
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ie Rechtsextremen hielten jedoch auch Fackeln in den Händen, die bei aller Tragik des Anlasses beim Betrachter ein leichtes Schmunzeln auf den Stockzähnen verursachten.

ie Rechtsextremen hielten jedoch auch Fackeln in den Händen, die bei aller Tragik des Anlasses beim Betrachter ein leichtes Schmunzeln auf den Stockzähnen verursachten.

Mykal McEldowney

Wer die Bilder des Aufmarschs der Rechten in Charlottesville in den USA genau studierte, der konnte seinen Augen nicht trauen: Wurden doch Nazi-Symbole gezeigt, die in Europa in dieser Art verboten sind.

Die Rechtsextremen hielten jedoch auch Fackeln in den Händen, die bei aller Tragik des Anlasses beim Betrachter ein leichtes Schmunzeln auf den Stockzähnen verursachten. Statt auf Wachsfackeln zu setzen, die wohl wegen des tropfenden Materials bei dessen Erhitzung auch für den Halter gefährlich heiss würden, wurden in Charlottesville Bambus-Fackeln gehalten. Eigentlich waren es Öllampen, die in jedem Hinterhof einer Sommerparty den nötigen exotischen Touch geben.

Nun haben dies auch in den USA einige bemerkt. Diese ursprünglich in Polynesien hergestellten Tiki-Fackeln sind auch ennet dem Teich bei Baumärkten und Outdoor-Spezialisten zu erwerben. Schleunigst musste sich der Hersteller der Tiki-Fackeln, die in Wisconsin ansässige Lamplight Farms Inc., darum zu Wort melden. Man sei in keiner Art und Weise mit dem Aufmarsch der Rechten in Charlottesville verbunden, hielten die Verantwortlichen in einer Stellungnahme fest. Man unterstütze auch die Botschaft der weissen Nationalisten in keiner Weise. Tiki-Fackeln seien eigentlich für positive Anlässe gedacht. So schnell kann sich das ändern.