Aperçu
Heisse «Fake News» aus Afrika

Markus Schönherr, Kapstadt
Markus Schönherr, Kapstadt
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In einem neuen Video verhöhnte Afrikas tödlichste Terrorgruppe, die al-Shabaab, den US-Präsidenten jetzt als «hirnlosen Milliardär»

In einem neuen Video verhöhnte Afrikas tödlichste Terrorgruppe, die al-Shabaab, den US-Präsidenten jetzt als «hirnlosen Milliardär»

KEYSTONE/AP/EVAN VUCCI

Das Leben kann schon schwierig sein, wenn man Donald Trump heisst. Von überall kommt Kritik: vom eigenen Volk, von Aktivisten und der Lügenpresse. Pardon, Tageszeitungen. Doch wenn Terroristen nicht mehr deinen Tod wollen, sondern beginnen, dich ebenfalls zu verspotten – vielleicht ist das der Zeitpunkt, um tief durchzuatmen und nachzudenken. In einem neuen Video verhöhnte Afrikas tödlichste Terrorgruppe, die al-Shabaab, den US-Präsidenten jetzt als «hirnlosen Milliardär». Trump sei wohl der dümmste Präsident, den ein Land je habe wählen können, verkündete ein Sprecher der Islamisten.

Zugegeben: Die Anschuldigungen «dumm» und «hirnlos» haben wenig argumentatives Gewicht. Also doch nur «Fake News»? Schliesslich betreiben die afrikanischen Terroristen ihren eigenen Fernsehsender – diese Medien sind nach Trumps Auffassung ja besonders anfällig für Falschmeldungen.

Allerdings hat das US-Staatsoberhaupt den Bogen seit seinem Amtsantritt überspannt und sollte den Wert von Informationen sorgfältiger abwägen. Ein Tipp für den richtigen Umgang mit der Presse kam jetzt ebenfalls aus Afrika. So bemerkte Nigerias Ex-Präsident Olusegun Obasanjo: «Die Presse ist wie eine nörgelnde Ehefrau. Du musst sie ertragen.»

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