Apropos
Happy End für Pöstler Holzer

Christian «Chregu» Holzer war untröstlich. Für den langjährigen Funktionär des FC Aarau ging die Welt unter. Holzer fehlte bei keinem Heimspiel im Brügglifeld. Der 53-Jährige half dort, wo Hilfe nötig war.

Ruedi Kuhn
Ruedi Kuhn
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Christian Holzers Herz schlägt für den FC Aarau, auch wenn er jetzt auf der Wohlener Niedermatte arbeitet.

Christian Holzers Herz schlägt für den FC Aarau, auch wenn er jetzt auf der Wohlener Niedermatte arbeitet.

AZ

Dann wurde er von einem Tag auf den andern ausgemustert. Man brauchte ihn nicht mehr. Der Grund: Bei den Funktionären legt man seit Beginn dieser Saison Wert auf Professionalisierung. Das heisst im Klartext: Jugendliche Dynamik, Muskelkraft und furchterregende Gesichtsausdrücke sind wichtiger als Erfahrung, Charme und Höflichkeit.

Für Holzer gibt es allerdings doch noch ein Happy End, sprich einen Akt der Versöhnung. Der FC Aarau zeigt nämlich Herz: Die Führungscrew um Präsident Alfred Schmid und Geschäftsführer Robert Kamer lädt die früheren Funktionäre und ehemaligen Helfer als Dank für die ehrenamtliche Tätigkeit zum Heimspiel gegen St. Gallen am nächsten Samstag ein. So kommen also rund 20 Funktionäre in den Genuss von je einem Tribünenplatz inklusive eines Besuchs im VIP-Zelt. Bei Speis und Trank werden die in die Jahre gekommenen Funktionäre in erster Linie die guten alten Zeiten hochleben lassen.

Der grosse Gewinner der sympathischen Aktion heisst Holzer. Innert dreier Tage darf der Pöstler aus Hendschiken je einen Abend mit dem FC Aarau und dem FC Wohlen verbringen. Am Samstag ist er VIP im Brügglifeld in Aarau, am Montag ist er als Platzanweiser in Wohlen auf der Tribüne des Stadions Niedermatten im Heimspiel gegen Lausanne im Einsatz. Ist das nicht schön?