Döttingen
Happige Steuererhöhung: Es gibt keinen anderen Weg

Döttingen muss wegen ausbleibenden Axpo-Millionen den Steuerfuss erhöhen. Das tut weh, ist aber unumgänglich. Ein Kommentar.

Angelo Zambelli
Angelo Zambelli
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Die Marschrichtung ist klar: Nach dem Ausbleiben der Axpo-Millionen kann Döttingen die Investitionen nur mit einem höheren Steuerfuss bezahlen.

Die Marschrichtung ist klar: Nach dem Ausbleiben der Axpo-Millionen kann Döttingen die Investitionen nur mit einem höheren Steuerfuss bezahlen.

Chris Iseli/Angelo Zambelli

Um in den nächsten Jahren über die Runden zu kommen, muss Döttingen den Steuerfuss ein weiteres Mal massiv anheben und neu bei 105 Prozent festsetzen. Vor sechs Jahren noch galt in der Gemeinde im unteren Aaretal der tiefste Steuersatz im Kanton (60 Prozent).

Nach dem langsamen Versiegen des Axpo-Geldstroms und den darauffolgenden Massnahmen reiht sich die Gemeinde im unteren Aaretal wieder im Mittelfeld der Aargauer Gemeinden ein – zumindest, was den Steuerfuss betrifft. Mit einem Eigenkapital von rund 8 Millionen Franken gehört Döttingen immer noch zur Gilde der gut situierten Gemeinden.

Eine Steuerfusserhöhung ist immer eine bittere Pille, aber es steht ausser Zweifel, dass sie geschluckt werden muss. Alternativen gibt es nicht. Ohne Erhöhung würde die Gemeinde die laufende Rechnung nicht mehr ausgleichen können und damit in eine finanzielle Abwärtsspirale geraten, deren Auswirkungen nicht absehbar wären.

Da hilft es auch wenig, wenn Stimmen laut werden, die fordern, die beschlossenen Investitionen müssten überdacht und nötigenfalls gekürzt oder gestrichen werden. Das ist – mit Verlaub – blanker Unsinn, da sich demokratisch gefällte Entscheide nicht handstreichartig ausser Kraft setzen lassen.

Es bleibt Döttingen nichts anderes übrig, als den Weg vom Krösus zur Normalgemeinde zu gehen und sich darauf einzustellen, künftig mit bedeutend weniger Geld auszukommen.

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