Haussanierungen
Handeln, statt auf den Staat zu warten

In Häusern steckt viel CO2-sparendes Verbesserungspotenzial. Die «Tage der Sonne» zeigen, was möglich ist. Der Kommentar.

Mathias Küng
Mathias Küng
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Grossrat Max Chopard hat sein Haus in Obersiggenthal energetisch totalsaniert und öffnet interessierten Personen die Türen im Rahmen des "Tag der Sonne im Siggenthal".

Grossrat Max Chopard hat sein Haus in Obersiggenthal energetisch totalsaniert und öffnet interessierten Personen die Türen im Rahmen des "Tag der Sonne im Siggenthal".

Sandra Ardizzone

Die Klimaerwärmung ist ein Faktum. Man ist sich einig: Wir müssen handeln und den CO2-Ausstoss dringend senken, um die Erderwärmung mindestens abzubremsen. Diesem Ziel dienen die schweizerische Energiestrategie 2050 sowie die davon abgeleitete Strategie energieAARGAU.

Jetzt geht es darum, mit welchen Massnahmen das Ziel auf kantonaler Ebene erreichbar ist. In der Vernehmlassung zum neuen Aargauer Energiegesetz bahnt sich eine heftige Kontroverse zwischen links und rechts an.

Doch warum auf den Staat warten? Die vielen guten Beispiele, die in den «Tagen der Sonne» der Öffentlichkeit präsentiert werden, zeigen: Jeder und jede kann nach den eigenen Möglichkeiten etwas tun. Mieterinnen und Mieter können Strom und langfristig Geld sparen, wenn sie beim Geräteersatz auf Energieeffizienz achten. Auch wer Mobilität bewusst einsetzt, hilft der Umwelt und dem eigenen Portemonnaie.

Noch mehr können Hausbesitzerinnen und -besitzer tun. Mit vertretbarem Mehraufwand kann man Neubauten energetisch so planen, dass sie nicht nur Öl und Geld sparen helfen, sondern gar im Wert steigen. Besonders viel kann man aus Altbauten herausholen. Zugegeben, eine energetische Sanierung ist sehr teuer. Das ist aber kein Grund, die Hände in den Schoss zu legen. Man kann ein Gebäude auch in fürs Portemonnaie verkraftbaren Etappen Stück für Stück auf Vordermann bringen. Sich zu verbessern, macht erst noch Freude, denn: Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.

mathias.kueng@azmedien.ch