Killwangen/Spreitenbach
Fusionsprojekt ist nicht gescheitert

Die Killwanger folgten ihrem Gemeinderat und sagten Nein zum Zusammenschluss mit Spreitenbach. Somit ist ein weiteres Fusionsprojekt in der Region gescheitert - oder etwa doch nicht?

Dieter Minder
Dieter Minder
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Killwangen und Spreitenbach werden nicht fusionieren.

Killwangen und Spreitenbach werden nicht fusionieren.

Walter Schwager

Ein weiteres Fusionsprojekt in der Region ist gescheitert. Ist es wirklich gescheitert? Wenn die Erkenntnisse der Fusionsgespräche in einer Schublade verschwinden, ist die Aussage richtig. Wenn sie trotzdem in die Entwicklung der involvierten Gemeinden einfliessen, ist die Aussage falsch. Dann hat sich lediglich die Mehrheit der Stimmenden für einen anderen Weg entschieden.

Einen Weg, der über mehr Kooperationen letztlich doch zu einer Fusion führen wird. Dass diese im Limmattal am Horizont steht, ist unbestritten. Selbst in Killwangen reden die Gegner einer Fusion mit Spreitenbach immer wieder von einer Gemeindefusion, und die meisten waren sich einig: «Sie wird schneller kommen als erwartet.»

Es liegt an den Politikerinnen und Politikern, diesen Schritt vorzubereiten. Sie müssen die Entwicklung ihrer Gemeinde in Absprache mit den Nachbargemeinden vorantreiben. Schon heute sind die Verbindungen untereinander eng, und sie werden noch enger.

Sie müssen eine Art Tatbeweis für den Sinn von Fusionen erbringen. Dann wird eine Fusion der einzig logische Schritt sein. So logisch, dass selbst die Skeptiker davon überzeugt sind. Weil die Fusion nicht das Ziel, sondern ein Schritt auf dem Weg in die Zukunft ist.