Brugg/Schinznach-Bad
Fusionspläne: Es braucht eine breite Debatte

Brugg und Schinznach-Bad wollen den Zusammenschluss. Macht es Sinn, dass die grosse und die kleinere Gemeinde die Fusion prüfen? Ein Kommentar.

Claudia Meier
Claudia Meier
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So sähen die Gemeindegrenzen aus, wenn Schinznach-Bad und Brugg fusionieren würden.

So sähen die Gemeindegrenzen aus, wenn Schinznach-Bad und Brugg fusionieren würden.

Grafik/Barbara Adank

Die Stadt Brugg mit 11'100 Einwohnern und die 1245-Seelen-Gemeinde Schinznach-Bad mit dem schweizweit bekannten Thermalbad wollen fusionieren. Geben der Brugger Einwohnerrat und das Stimmvolk von Schinznach-Bad im Juni grünes Licht, kann der Fusionsvertrag ausgearbeitet werden. Am Schluss entscheidet die Bevölkerung.

Diese Stossrichtung macht Sinn. Schinznach-Bad hat seit längerer Zeit grosse Probleme, genügend Behördenmitglieder zu finden. In der Politik gibt es einige Baustellen. Das gilt auch für die Stadt Brugg. Nachdem die Fusion zwischen Brugg und Windisch vor Jahren scheiterte, werden nun andere Fusionspartner – am besten gleich mehrere – geprüft und allenfalls verworfen, falls man keinen gemeinsamen Nenner findet.

Damit allen klar wird, was ein Zusammenschluss bringt und wo Herausforderungen bestehen, braucht es eine breite Debatte. Dazu gehört auch, dass sämtliche Fakten auf den Tisch kommen. Nur so kann sich der Stimmbürger unabhängig von Parteiparolen eine eigene Meinung bilden. Kritische Fragen dürfen nicht unter den Teppich gewischt, sondern müssen breit diskutiert und für alle zugänglich beantwortet werden. In dieser Hinsicht sind die beiden potenziellen Fusionspartner Brugg und Schinznach-Bad ab sofort stark gefordert.

Lesen Sie hier, was die Knackpunkte für die Fusion sind.