Spreitenbach/Killwangen
Fusion: Die Bevölkerung soll mitwirken

Fusionieren oder nicht fusionieren? Vor dieser Frage stehen die Gemeinden Spreitenbach und Killwangen nach einer eingehenden Prüfung. Der Kommentar zum Thema.

DieterMinder
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Die Projektleitung des Zusammenschlussgespräche Killwangen Spreitenbach, von links: Werner Scherer Gemeindeammann Killwangen, Sandra Spring Gemeindeschreiberin Killwangen, Markus Leibacher Projektleiter, Yvonne Reichlin Leiterin Gemeindeabteilung Kanton Aargau, Valentin Schmid, Gemeindepräsident Spreitenbach, Jörg Müller Gemeindeschreiber Spreitenbach

Die Projektleitung des Zusammenschlussgespräche Killwangen Spreitenbach, von links: Werner Scherer Gemeindeammann Killwangen, Sandra Spring Gemeindeschreiberin Killwangen, Markus Leibacher Projektleiter, Yvonne Reichlin Leiterin Gemeindeabteilung Kanton Aargau, Valentin Schmid, Gemeindepräsident Spreitenbach, Jörg Müller Gemeindeschreiber Spreitenbach

AZ

Gemeindefusionen können etwas Sinnvolles sein, wenn damit starke Gemeinden geschaffen werden, in denen einerseits die Bevölkerung ihr Mitspracherecht wahren und andrerseits die Gemeinde die Herausforderungen besser meistern kann. Dass dabei, unabhängig von der Bevölkerungsgrösse, beide als gleichwertige Partner zu behandeln sind, ist selbstverständlich. Vor- und Nachteile sollen ausgeglichen sein.

Der Gemeinderat Killwangen sieht nur in rund 40 Prozent aller abgeklärten Fakten einen Fusionsvorteil für seine Gemeinde. Damit steht er nicht ganz alleine da, denn auch nur 4 (oder 40 Prozent) der Facharbeitsgruppen sprechen sich für eine Fusion aus. Die anderen sehen keinen Grund zur Fusion. Dieses Ergebnis spricht nicht für einen Zusammenschluss, sondern eher für «weiter wie bisher».

Nach den Gemeindeversammlungen am 1. Dezember werden sich voraussichtlich zwei entgegengesetzte Entscheide gegenüberstehen: ein Ja in Spreitenbach und ein Nein in Killwangen. Damit wäre das Thema für länger ad acta gelegt. Doch soll man dieses Projekt schon jetzt scheitern lassen, bevor der Zusammenschlussvertrag ausgearbeitet ist?

Diese Frage ist mit Nein zu beantworten und deshalb müssen die Gemeinden die nächsten Wochen nutzen, um die Bevölkerung transparent zu informieren und deren Gedanken in das Projekt einfliessen zu lassen. Dabei könnten die bis jetzt fast nicht in Erscheinung getretenen Ortsparteien eine Leaderfunktion übernehmen. Vor- und Nachteile sollen detailliert in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Dies geschah bisher nicht. Jeder Stimmberechtigte soll sich aufgrund seiner eigenen Abwägung für oder gegen eine Fusion entscheiden. Dieser Weg wäre demokratisch, im Gegensatz zu den gemeinderätlichen Empfehlungen von Ja oder Nein.

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