Seilbahn
Es winkt eine höhere Liga

RVBW-Direktor Stefan Kalt will ein Seilbahn-Projekt für die Bäderstadt ins Rollen bringen. Die Vortelie sind zwar nicht von der Hand zu weisen, allerdings laufen solche Ideen oft Gefahr, dass sie vorzeitig scheitern.

Roman Huber
Roman Huber
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So könnte sich eine Stadtseilbahn in der Parkstrasse präsentieren. zvg

So könnte sich eine Stadtseilbahn in der Parkstrasse präsentieren. zvg

Roman Huber

Unterländer fahren höchstens Seilbahn, wenn sie die Ferien in den Bergen verbringen. Das Projekt einer Stadtseilbahn, wie es hier skizziert wird, mag darum auf Anhieb etwas utopisch erscheinen. Vielleicht braucht es dazu ein Badenfahrt-Jahr, damit eine vermeintlich verrückte Idee in Baden konkret zum Thema werden kann.

Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Eine Stadtseilbahn würde weitherum als eine Attraktion der Superlative wahrgenommen. Touristisch stiege Baden als Seilbahn-Stadt auf einen Schlag in eine höhere Liga auf. Der Effekt der Ausstrahlung, den man mit der Eröffnung des Botta-Bades bereits erwarten darf, würde mit einer Seilbahn um ein Mehrfaches multipliziert. Stadt und Region würden davon profitieren. Die Entlastung des Zentrumsverkehrs als weiterer Gewinn darf wohl nicht überbewertet, aber auch nicht vernachlässigt werden. Allein schon aus dieser Perspektive – zusammen mit einer Prise Badener Geist – müsste die Idee einer Stadtseilbahn vom Bahnhof zu den Bädern genügend Kräfte freimachen, die sie Realität werden lassen könnten.

Solche Ideen wie diese Stadtseilbahn laufen leider oft Gefahr, dass sie vorzeitig scheitern. Darum wäre es ebenso falsch, gleich in eine Seilbahn-Euphorie zu verfallen, wie wenn die Politik das Projekt gar nicht ernst nehmen würde. Jetzt braucht es Mut, aber auch etwas Innovationsgeist, um diese Idee erst einmal aufzunehmen, damit sie sachlich und nüchtern geprüft werden kann – egal, welche Schlüsse danach gezogen werden müssen. Man darf gespannt sein darauf, was nun folgt!

roman.huber@azmedien.ch

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