Es gibt kein Entrinnen

Andreas Möckli
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Die Pflanze ist ein ernährungstechnisches Dauerärgernis. Die Rede ist von Rucola. Eigentlich war das grüne Gewächs ursprünglich als Beimischung in grünem Salat vorgesehen. Doch mittlerweile hat sich Rucola inflationsartig ausgebreitet. So scheint es, das inzwischen jedes zweite italienische Panini mit Rucola belegt wird. Auch auf vielen Pizzen findet sich das Kraut wieder, vermutlich auch aus Dekorationszwecken. Manche Pizzaioli streuen den Rucola derart grosszügig über das Teigrund, dass man die restlichen Zutaten dar­unter gar nicht mehr erkennt. Leider hat sich die Pflanze zunehmend auch in Pasta- und Risottogerichten vorgedrängt. Überhaupt macht es den Anschein, dass Rucola immer dann zum Zug kommt, wenn es darum geht, einen Hauch Italianità auf den Teller zu bringen. Doch die Rauke, wie Rucola zu Deutsch heisst, hat ihren Vormarsch längst über die italienische Küche hinaus begonnen. Ein Entrinnen vor dem Rucola – ein fast unmögliches Unterfangen.