Schulhausplatz
Eine Fahrt ins Ungewisse

Ab heute sind am Badener Schulhausplatz nur noch 5 statt 12 Fahrtrichtungen für den Autoverkehr erlaubt. Das Verkehrsregime bedeutet für den motorisierten Verkehr starke Einschränkungen. Um die Nerven zu schonen, gibt es nur zwei Lösungen.

Roman Huber
Roman Huber
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Die Situation am Badener Schulhausplatz

Die Situation am Badener Schulhausplatz

AZ

Mal ganz nüchtern betrachtet: Wenn wir in der Region über Verkehrsverhältnisse klagen, dann wäre etwas mehr Gelassenheit am Platze. Die Wartezeiten rund um Baden erreichen weder diejenigen vor dem Gotthard- noch vor dem Gubristtunnel.

Mit der Neugestaltung am Schulhausplatz und dem neuen, provisorischen Verkehrsregime wird die Region indes auf die Nagelprobe gestellt. Es tut also not, dass der motorisierte Verkehrsteilnehmer über seine Fahrgewohnheiten Rechenschaft ablegt, insbesondere darüber, ob er allenfalls selber einen Beitrag zur Entlastung der Situation leisten könnte, bevor er über die andern zu fluchen beginnt.

Einerseits wird der Verkehrsraum durch das neue Verkehrsregime bis Ende 2017 stark eingeschränkt, denn es stehen statt deren zwölf nur noch sieben Fahrspuren zur Verfügung. Andererseits entlastet dies die Kreuzungssituation, denn gleichzeitig wird die Auswahl der Fahrtrichtungen an der Kreuzung von bis anhin zwölf auf nur noch fünf reduziert. Das stimmt eigentlich zuversichtlich, wenn man nicht davon ausgehen müsste, dass nun zahlreiche Schlaumeier die durchdachte Verkehrslösung unterlaufen, indem sie eine Umkehrschlaufe durch den nur zweispurig befahrbaren Schlossbergtunnel fahren.

Es gibt im Grunde genommen nur zwei Lösungen: Wer kann, steigt auf den Bus, aufs Velo, geht zu Fuss oder macht von innovativen Angeboten Gebrauch wie Publiride. Und wer kann, umfährt die Stadt Baden. Die Fahrt in Richtung Schulhausplatz dürfte jedenfalls ab heute zur Fahrt ins Ungewisse werden.

roman.huber@azmedien.ch

Lesen Sie den Artikel zum Verkehrsregime am Schulhausplatz hier.

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