Polemik
Ein fataler Klick

Andreas Möckli
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Ein TGV im Bahnhof Lausanne: Dort und in Genf hat sich die Nachfrage nach den Zugreisen nach Frankreich wieder etwas verbessert. (Archivbild)

Ein TGV im Bahnhof Lausanne: Dort und in Genf hat sich die Nachfrage nach den Zugreisen nach Frankreich wieder etwas verbessert. (Archivbild)

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Das Gute liegt so nah. Dank des geliebten TGVs benötigt man gerade mal noch drei Stunden von Basel nach Paris, von Zürich sind es vier Stunden. Wer früh genug bucht, kommt in der Regel zu vernünftigen Preisen an Tickets für die Fahrt in die französische Hauptstadt. Doch Vorsicht: Wer bei der Online-Buchung einen falschen Klick macht, für den wird es teuer.

Da kennt das Unternehmen TGV Lyria, das von der französischen Staatsbahn SNCF und den SBB betrieben wird, keine Gnade. Wer bei den Vergünstigungen versehentlich angibt, sowohl ein Bahnabo in Frankreich als auch ein Generalabonnement in der Schweiz zu besitzen, wird geschröpft. Wenn man trotz dieses Klicks nur ein GA hat, werden happige 75 Euro fällig.

Die Zugbegleiter zeigten sich trotz heftiger Proteste unbeeindruckt. Die Suche nach einer Hotline, bei der man telefonisch protestieren könnte, blieb ergebnislos. Die SBB helfen einem auch nicht weiter, weil bei TGV Lyria die SNCF das Sagen hat. Bleibt einzig das Kontaktformular auf der Homepage von TGV Lyria. Seit mehreren Wochen steht eine Antwort aus. Ein kundenfreundlicher Service, der diesen Namen auch verdient, sieht anders aus.