Kommentar
Eigentlich nichts falsch gemacht

Merken
Drucken
Teilen
ie CVP Bezirk Muri hat nichts falsch gemacht. Sie hat trotzdem, in Folge, massiv verloren.

ie CVP Bezirk Muri hat nichts falsch gemacht. Sie hat trotzdem, in Folge, massiv verloren.

Montage: Elia Diehl

Die CVP Muri hat eine handfeste Liste aufgestellt. Mit Herbert Strebel und Ralf Bucher waren zwei völlig unbestrittene bisherige Grossräte an der Spitze, die erwartungsgemäss glanzvoll wiedergewählt wurden. Im Wahlkampf war die Partei präsent wie nie. Man kann sagen: Die CVP Bezirk Muri hat nichts falsch gemacht. Sie hat trotzdem, in Folge, massiv verloren. Ein Minus von 4,53 Prozent Wähleranteil ist ein herber Schlag. Kommt hinzu, dass die CVP, übrigens wie die FDP, mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen hat.

Das Resultat dürfte weniger eine Antwort auf die lokalen politischen Aktivitäten sein als vielmehr auf das nationale Erscheinungsbild dieser Partei. Einige ihrer Aushängeschilder – von Parteipräsident Gerhard Pfister bis zu Bundesrätin Doris Leuthard – lassen wenig Rückschlüsse zu, wofür die Partei steht, und schon gar nicht, wohin sie will. Mit ausbaden muss das, wie sich im Bezirk Muri zeigt, auch die Basis.

Bezirk Muri: Gewählt in den Grossen Rat (2016) Stöckli Milly, Muri, SVP (bisher) 3310 Stimmen.
7 Bilder
Urech Daniel, Sins, SVP (bisher) 2866 Stimmen.
Müller-Boder Nicole, Buttwil, SVP (neu) 2425 Stimmen.
Huwyler Stefan, Muri, FDP (bisher) 1473 Stimmen.
Burkard Flurin, Waltenschwil, SP (bisher) 1951 Stimmen.
Bucher Ralf, Mühlau, CVP (bisher) 2833 Stimmen.
Strebel Herbert, Muri, CVP (bisher) 2542 Stimmen.

Bezirk Muri: Gewählt in den Grossen Rat (2016) Stöckli Milly, Muri, SVP (bisher) 3310 Stimmen.

Zur Verfügung gestellt

Trotz Wahlschlappe ist die CVP mit 24 Prozent Wähleranteil immer noch zweitstärkste Kraft im Bezirk Muri, allerdings jetzt bedrängt von Links-Grün mit zusammen fast 21 Prozent. Diese Parteien könnten also der nochmals erstarkten SVP durchaus Paroli bieten. Die Angst vor einer Polarisierung der Politik im Bezirk Muri ist allerdings unbegründet. Im oberen Freiamt arbeitet man, bei allen Differenzen, über die Parteigrenzen hinweg recht lösungsorientiert und pragmatisch zusammen. Das relativiert die Zahlen doch ein wenig.