EM 2016
Diese Nati bereichert die EM

François Schmid-Bechtel
François Schmid-Bechtel
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Die Schweizer Nati agiert clever, offenbart Spielfreude, ist offensiv ausgerichtet und beeindruckt mit einer grossen Solidarität.

Die Schweizer Nati agiert clever, offenbart Spielfreude, ist offensiv ausgerichtet und beeindruckt mit einer grossen Solidarität.

KEYSTONE

Diese Schweizer Nati macht Lust auf mehr. Warum? Weil wir an der EM in Frankreich eine Schweizer Mannschaft sehen, die funktioniert. Sie agiert clever, offenbart Spielfreude, ist offensiv ausgerichtet und beeindruckt mit einer grossen Solidarität. Und trotz ihrer Jugendlichkeit – das drittjüngste Team an dieser EM – tritt sie mit einer erstaunlichen Reife auf.

Gross war die Gefahr, dass die Schweizer nach dem Startspiel abstürzen. Denn das Ballyhoo war schon Tage vor dem EM-Auftakt so schrill, als würde nur dieses eine, prestigegeladene Spiel gegen Albanien zählen. Doch davon liess sich die Nati nicht beirren. Weder erzeugte der mühsame 1:0-Erfolg gegen Albanien einen Druckabfall noch eine Euphorie. Stattdessen sehen wir gegen Rumänien eine Schweiz, die sich steigert, die Fahrt aufnimmt – typische Eigenschaften von Turniermannschaften. Kurz: Die Nati bereichert diese EM.

Natürlich ist noch nicht alles perfekt. Beispielsweise die Chancenauswertung. Sonst hätte sich die Schweiz nicht mit einem 1:1 begnügen müssen. Auch ist die Qualifikation für die Achtelfinals noch nicht perfekt. Nur: Setzt die Schweiz ihren Steigerungslauf fort, liegen ein Coup gegen Frankreich und der Gruppensieg in Reichweite. Denn klar ist: Diese Schweizer Nati verdient mehr als nur drei EM-Gruppenspiele.