Bäderprojekt
Die Zeit für die Stadt ist reif, einzusteigen

Für Baden winkt die Chance, in der «Causa Bäder» einen historischen Entscheid zu fällen. Nie konnte die öffentliche Hand so günstig Geld aufnehmen wie heute und die Erfolgsaussichten für das Botta-Bad sind gut. Auf was wartet die Stadt also noch?

Roman Huber
Roman Huber
Drucken
Teilen
So wird das neue Thermalbad in Baden aussehen. Die Aussen-Wasserflächen werden grösser sein, als auf der Visualisierung zu sehen ist.

So wird das neue Thermalbad in Baden aussehen. Die Aussen-Wasserflächen werden grösser sein, als auf der Visualisierung zu sehen ist.

Zvg

Seit sechs Jahren steht die finanzielle Beteiligung der Stadt Baden beim Bäderprojekt zur Diskussion. Es ist richtig, wenn der Stadtrat keine Risiken eingehen will, gerade jetzt, wo die Finanzen knapper, die Investitionen in den Schulhausplatz, das Kurtheater und die Schulbauten nicht kleiner geworden sind. Der Stadtrat darf sich in diesem Entscheidungsprozess aber nicht von den Sparaposteln leiten lassen. Vielmehr ist von ihm Solidarität, der Sinn für ein gutes Geschäft, Initiative und Mut gefordert.

Es winkt die Chance, in der «Causa Bäder» einen historischen Entscheid zu fällen. Doch was lässt den Stadtrat so lange mit dem Entscheid zögern? Finanzielle Bedenken oder Angst vor politischem Widerstand? Es ist schon unerklärlich, wie kurzsichtig und ambitionslos sich gewisse Parteien zu einer städtischen Beteiligung vernehmen liessen.

Unverständlich auch, dass die FDP, die sich als Wirtschaftspartei bezeichnet, zu diesen Stimmen gehört.

Noch nie konnte die öffentliche Hand so günstig Geld aufnehmen wie heute. Mit einem Engagement von 15 bis 20 Millionen Franken würde die Stadt ein Zeichen für ihren Namen – Baden – setzen. Bei marginalen Zinsen liesse sich die Schuld durch die neue Gewinnquelle kontinuierlich abbauen, denn die Erfolgsaussichten für das Botta-Bad sind gut.

Inzwischen haben Verenahof AG und die Gesundheitsstiftung die Investorenrisiken allein getragen und das Projekt gegen viele Widerstände und über alle Hürden zur Bewilligungsreife gebracht. Die Zeit ist reif für die Stadt, bei den Betreibergesellschaften des Thermalbades und des Parkhauses einzusteigen.

Aktuelle Nachrichten