Polemik
Die Flüchtlinge sind da (?)

Es ist soweit: Auch in meiner Wohngegend wohnen nun Flüchtlinge. Und wie befürchtet ist die Situation kaum haltbar.

Flavia Bonanomi
Flavia Bonanomi
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KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

Bevor die Flüchtlinge kamen, wussten wir wenigstens, wie es werden würde, wenn sie denn einmal ankämen: Kinder und Frauen wären nicht mehr sicher, wer nachts nach acht Uhr noch unterwegs wäre, würde bestimmt ausgeraubt, das Quartier würde dreckiger und lauter werden – kurz: Die Gesellschaft stürzte in sich zusammen, das Asylchaos zeigte sein hässliches Gesicht. Und wir alle würden das letzte Abstimmungsergebnis bereuen.

Jetzt sind sie da. Und die Situation ist prekärer, als man es sich je vorgestellt hatte: Wir wissen gar nichts mehr. Wir können uns nur ausmalen, was sie alles im Schilde führen. Sie haben unsere Gepflogenheiten so genau kopiert, dass wir sie auf der Strasse kaum erkennen; ihre Imitation unserer Verhaltensweisen ist so täuschend echt, dass man erst beim zweiten Hinschauen – wenn überhaupt – merkt, dass sie nicht zu unseresgleichen gehören. Das wird es sein: das wahre Asylchaos.

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