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Die First Faust des Diktators

Markus Schönherr, Kapstadt
Markus Schönherr, Kapstadt
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Simbabwes First Lady Grace Mugabe hat eine Frau verprügelt, die mit ihren, Mugabes, Söhnen um die Häuser gezogen ist. (Archivbild)

Simbabwes First Lady Grace Mugabe hat eine Frau verprügelt, die mit ihren, Mugabes, Söhnen um die Häuser gezogen ist. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/TSVANGIRAYI MUKWAZHI

Simbabwes berüchtigte First Lady hat wieder zugeschlagen. Diesmal leider wirklich. Mit einem Verlängerungskabel verprügelte Grace Mugabe in einem Johannesburger Hotel vor kurzem eine 20-jährige Südafrikanerin. Angeblich wollte sie ihre beiden Söhne schützen, die dort studieren.

Vom Kabel tropft das Blut. Betrunkene sitzen am Dach eines Polizeiwagens, darunter die Aufschrift «Diplomatische Immunität». Die Parodien auf den Vorfall kennen keine Grenzen. Dabei hatte der Wutausbruch der First Lady fast eine Krise zwischen den beiden Staaten ausgelöst. Vor der Festnahme schützte sie dann nur die Intervention von Diktator Robert Mugabe: Der gute Ehemann machte Druck, woraufhin Grace diplomatische Immunität erhielt.

Und die beiden Söhne – machen weiter Party in Südafrika. Zumindest nach der UN-Vollversammlung wieder, denn Papa Mugabe nimmt nicht nur seine Sprosse, sondern auch seine First Faust mit nach New York. Inklusive 1500 US-Dollar Taschengeld täglich pro Person, versteht sich. Das passt ins Bild. Im Volk ist die skurrile First Lady nicht gerade beliebt. Wegen ihres ausschweifenden Lebensstils nennt man sie dort «Gucci-Grace». Bestimmt findet sie auch was Passendes in New York – vielleicht ein neues Verlängerungskabel?