FC Zürich
Die erste Chance hat Thomas Bickel verpasst

Neue Strukturen. Neuer Sportchef. Neuer Medienchef. Präsident Ancillo Canepa hat getan, was er nach dem selbst verschuldeten Abstieg des FC Zürich in die Challenge League tun musste: Er hat Veränderungen vorgenommen.

Sebastian Wendel
Sebastian Wendel
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Thomas Bickel während der Medienkonferenz vom Dienstag

Thomas Bickel während der Medienkonferenz vom Dienstag

Keystone

Auf dem neuen Organigramm dominiert zwar immer noch der Name Canepa, wichtige Positionen sind jedoch mit neuen Figuren besetzt. Auf dem Papier ist der Schritt weg von der One-Man-Show hin zum Teamwork getan. Fragt sich nur, was die neuen Figuren wert sind.

Allen voran Thomas Bickel. Der neue «Leiter Sport» strahlte zwar schon als Spieler viel Empathie aus und tut das immer noch. Doch die erste Chance zu beweisen, der richtige Mann für diese Aufgabe zu sein, hat er bei seiner Präsentation verpasst. Übertriebene Demut gegenüber seinen
Vorgesetzten und leere Worthülsen – Bickels Auftritt war erschreckend harmlos für einen, der dem sturen Ancillo Canepa künftig ein Mitspieler auf Augenhöhe sein soll.

Es stellen sich weitere Fragen: Ist Bickel nur ein Gesandter des Präsidenten? Kann Bickel, der nach seinem Karriereende 15 Jahre lang nichts vom Fussball wissen wollte, eine Mannschaft zusammenstellen? Hat er genügend und die richtigen Kontakte in die Beraterszene? Auf Antworten von Bickel hoffte man vergebens.

Auch in den nächsten Wochen wird man nicht schlauer: Statt sich und seine Ideen näher vorzustellen und so etwas zur dringend nötigen Aufbruchstimmung beizutragen, hat sich Bickel wie der ganze FCZ einen Maulkorb auferlegt. Womit die neue sportliche Leitung den Druck auf sich selber unnötig erhöht.

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