Abgelehnte Beschwerde
Der Stadiongegner hat keine Argumente

Der Regierungsrat hat die Beschwerde gegen die Aarauer Stadion-Baubewilligung abgewiesen. Ein Kommentar.

Sabine Kuster
Sabine Kuster
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So soll das geplante Fussballstadion aussehen. (Visualisierung)

So soll das geplante Fussballstadion aussehen. (Visualisierung)

ZVG/Burkard Meyer Architekten

Es sind Fehler passiert in den letzten sechs Jahren bei der Planung des neuen Aarauer Stadions. Zum Beispiel, dass ein Stadtrat versprach, die Fläche für den Sportartikelverkauf würde wegfallen, wenn das Skater-Center nicht einziehe. Dann war die Verkaufsfläche im Baugesuch trotzdem drin. Der Gegner des Stadions hat diese Achillesferse gefunden. Und für die Beschwerde gegen die Baubewilligung genutzt.

Auf dem steinigen Weg zum neuen Stadion haben die Behörden nun aber dazugelernt. Der Stadtrat versuchte den Beschwerdeführer im Gespräch zum Einlenken zu bewegen, und der Rechtsdienst des Regierungsrates hat ganze Arbeit geleistet: Er hat in den vergangenen sechs Monaten Protokolle und Beschlüsse analysiert und hält den Forderungen des Beschwerdeführers schlüssige Argumente entgegen.

Das Recht ist – trotz Achillesferse – auf der Seite der Stadt Aarau. Denn die späteren Änderungen an der Mantelnutzung des Stadions bewilligte der Einwohnerrat im November 2011 mit 44 Ja zu 2 Nein. Hätten Grüne und Pro Aarau gewusst, dass das Versprechen, die Fläche für Sportartikelverkauf werde ohne Rolling Rock wegfallen, nicht gehalten wird, hätten sie wohl Nein gestimmt. Doch auch so wären die Änderungen angenommen worden.

Deshalb müsste der Beschwerdeführer nun zum Schluss kommen, dass ein Weiterzug keinen Sinn macht. Es ist dennoch gut möglich, dass ihm die Verzögerung des Stadionbaus um weitere zwei Jahre einen Gang bis ans Bundesgericht wert ist.