Bildung
Der neue Wert der Schulbildung

Das Bildungsjahr 2016 zeigt: Bevölkerung und Politik beurteilen den Wert der Bildung unterschiedlich. Der Kommentar.

Jörg Meier
Jörg Meier
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Demo in Aarau gegen Bildungssabbau und Sparmassnahmen
30 Bilder
Die Demonstranten zogen vor das Grossratsgebäude und machten ihrem Unmut über die Sparpläne Luft.
alv-Präsidentin Elisabeth Abbassi hielt eine flammende Rede gegen die Sparpläne.
Auch auf der Terrasse vor dem Grossratsgebäude standen die Demonstranten dicht gedrängt.
Auch Schülerinnen und Schüler waren unter den Kundgebungsteilnehmern.
Emoji weint wegen Sparmassnahmen.
Regierungsrätin Susanne Hochuli passiert die Demonstranten. Offensichtich gut gelaunt.
Übergabe der Petion an Grossratspräsident Marco Hardmeier...
...die 49'000 Unterschriften wiegen ganz schön schwer.
Im Visier: Bildungsdirektor Alex Hürzeler.
Der Demozug durch die Aarauer Innenstadt.
Die Kundgebung aus Sicht des Grossratsgebäudes. Fotografiert von Thomas Leitch, SP-Grossrat und Präsident der Bildungskommission
Tausende trotzen der Kälte und demonstieren.
alv-Präsidentin Elisabeth Abbassi bei ihrer flammenden Rede gegen das Sparprogramm des Kantons.
Iseli spricht für die Anliegen der Kapo
Lehrer und andere Staatsangestellten ziehen protestierend durch Aarau zum Grossratsgebäude.
Diverse selber kreierte Plakate an der Demo gegen Bildungsabbau.
Auch die Beamten der Kantonspolizei Aargau marschierten am Protestzug als «weisser Block» mit.
Auch die Beamten der Kantonspolizei Aargau marschierten am Protestzug als «weisser Block» mit.
Auch die Beamten der Kantonspolizei Aargau marschierten am Protestzug als «weisser Block» mit.
Protest gegen Bildungssabbau in Aarau
Sarkasmus auf Demoplakat.
Auch der US-Wahlkampf spielt mit.
Demo in Aarau. Start am Bahnhof
Sparschwein als Maskotchen gegen Bildungsabbau
Demo in Aarau. Start am Bahnhof
Die Demonstranten versammeln sich am Bahnhof
Der Protestzug auf dem Weg zum Grossratsgebäude
Der Protestzug auf dem Weg zum Grossratsgebäude

Demo in Aarau gegen Bildungssabbau und Sparmassnahmen

Fabio Baranzini

Die Aargauer Lehrer gehen auf die Strasse und protestieren gegen die Sparmassnahmen zulasten der Schule; sie ernten viel Verständnis und kaum Kritik. An der Urne entscheiden sich die Aargauerinnen und Aargauer für eine familienergänzende Kinderbetreuung und sie lehnen die Abschaffung des Berufswahljahres ab. Der Grosse Rat weigert sich, der Schule weniger Lektionen zuzusprechen. Die Regierung verspricht ein neues Lohnsystem, das Verbesserungen für Lehrpersonen bringt. Und Bildungsdirektor Alex Hürzeler erklärt, die Sparmöglichkeiten im Bildungsbereich seien weitgehend ausgereizt.

Diese Ereignisse aus dem Bildungsjahr 2016 zeigen, dass Bevölkerung und Politik den Wert der Schulbildung neu und etwas anders beurteilen. Trotz angespannter Finanzlage des Kantons mehren sich die Zeichen, dass sich die Aargauerinnen und Aargauer die bestehende Qualität der Bildung weiterhin leisten und nicht daran rütteln möchten. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass diese Qualität zwar ihren Preis hat, dass man aber auch bereit ist, diesen Preis zu bezahlen.

Mit dieser Gewissheit, die uns das Bildungsjahr 2016 gebracht hat, kann die Schule Aargau auch zuversichtlich die nächsten Schritte wagen. Zum Beispiel die Auseinandersetzung mit dem neuen Lehrplan 21. Da geht es letztlich um die wichtigste und vielleicht auch schwierigste aller Schulfragen: Es gilt, aus der unendlichen Vielfalt der Welt auszuwählen, was den Schülerinnen und Schülern im Aargau vermittelt werden soll.

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