Polemik
Der Leser nimmt die Abkürzung

Das, worum es in diesem Text geht, ist schwierig. Denn es ist ein persönliches Problem, - von mir -, das aber von allgemeiner Bedeutung sein soll. Solches nennt man sonst Grössenwahn.

Christoph Bopp
Christoph Bopp
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Facebook als Informationsquelle.

Facebook als Informationsquelle.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Sei’s drum. Ich bin Redaktor. Bei einer Zeitung, einer Print-Zeitung, müsste man wohl heute sagen. Mein persönliches Problem, das ein allgemeines sein soll, ist folgendes: Wir haben gelernt, dass heute vor allem junge Leute sich die Nachrichtenlage von Facebook und Co. erklären lassen. Konkret funktioniert das so: Über FB empfehlen sich die untereinander befreundeten Angehörigen vor allem der jüngeren Generation News- und andere Beiträge aus verschiedenen Medien. Die lesen sie dann auch. Offenbar und immerhin.

So what? Der Leser folgt jetzt den Social Media und nicht mehr den Portalen, seien das Zeitungs-Frontseiten oder Frontseiten der Newsportale. Persönlich ist das, weil der Redaktor offenbar niemandem mehr sagen kann, was er für relevant und wichtig hält. Und er hält das für allgemein wichtig, weil er es letzten Endes lieber doch nicht Facebook und Co. überlassen möchte.