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Der Aktenvernichter schafft neue Akten

Jörg Meier
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Der Aargau sucht einen externen professionellen Aktenvernichter

Der Aargau sucht einen externen professionellen Aktenvernichter

pixabay

Wo viel verwaltet wird, fallen viele Akten an. Viele Akten brauchen viel Platz. Wenn der Platz fehlt und die Akten nicht mehr benötigt werden, weil das, was sie festhalten, unwichtig geworden ist oder ungültig, dann müssen die überflüssig gewordenen Akten vernichtet werden. Das ist aber gar nicht einfach, will gut bedacht sein und braucht wieder ziemlich viel Verwaltungsarbeit, wie das Beispiel des Kantons Aargau zeigt.

Im Aargau verwaltet die kantonale Verwaltung gründlich und produziert entsprechend viele Akten. Erstaunlich aber ist, wie viele dieser Akten Jahr für Jahr überflüssig werden und deshalb vernichtet werden müssen. Die Jahresproduktion an nicht mehr benötigten Akten füllte in der Aargauer Verwaltung 3736 Container mit 120 Litern und 1465 Container mit 770 Litern Fassungsvermögen. Auf Lastwagenladungen umgerechnet: Es braucht mindestens 100 Lastwagenfahrten, um die im Aargau in einem einzigen Jahr wertlos gewordenen Verwaltungstexte aller Art wegzukarren.

Allerdings ist es mit dem Wegkarren noch längst nicht gemacht. Die Akten müssen auch vorschriftsgemäss vernichtet werden. Die Vorschriften, die das korrekte Vernichten der alten Akten regeln, füllen ihrerseits wiederum mehrere Ordner, die jedes Mal ebenfalls entsorgt werden müssen, wenn die Vorschriften wieder angepasst werden. Und noch umfangreicher und komplizierter werden.

Jetzt sucht der Aargau einen externen professionellen Aktenvernichter. Interessenten können sich direkt beim Kanton melden. Das Bewerbungsverfahren ist aufwendig und mehrstufig. Und es wird mit Sicherheit auch wieder viele neue Akten generieren, die irgendwann vernichtet werden, was wiederum in neuen Akten akribisch festgehalten wird.