Apropos
Der Aarauer Neuzugang Markaj steckt in der Klemme

Im Januar unterschrieb Denis Markaj beim FC Aarau einen Zweijahresvertrag. Der zweikampfstarke Aussenverteidiger des FC Lugano freute sich nach eigener Aussage auf die neue Herausforderung.

Ruedi Kuhn
Ruedi Kuhn
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Verteidiger Denis Markaj (l.).

Verteidiger Denis Markaj (l.).

Keystone

Und für die Aarauer war die Verpflichtung des 24-jährigen Abwehrspielers, der seine Karriere beim FC Baden lanciert hat, eine gute Sache. Markaj wurde in Lugano im Verlauf der letzten Saison zu einer Teamstütze und stand in 35 von 36 Meisterschaftsspielen in der Startformation. Er schoss ein Tor und gab dreimal die entscheidende Vorlage.

Fünf Monate später ist alles anders. Ganz anders. Markaj steckt in der Klemme. Was für ihn Anfang dieses Jahres galt, gilt jetzt nicht mehr. Der Grund liegt auf der Hand: Der FC Lugano ist in die Super League aufgestiegen, der FC Aarau ist in die Challenge League abgestiegen.

Logischerweise will Markaj plötzlich nicht mehr zum FC Aarau wechseln, nein, er möchte in Lugano bleiben. Was tun? Momentan suchen die beiden Klubs nach einer Lösung. Markaj selbst lässt per SMS ausrichten, dass er zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen will. Er gebe gerne Auskunft, wenn dann alles geklärt ist.

Man darf gespannt sein, wie die FCA-Klubverantwortlichen auf den Fall Markaj reagieren werden. Das Recht liegt auf ihrer Seite. Schliesslich haben sie mit dem Spieler einen gültigen Vertrag.

Ob sie darauf beharren oder nicht, wird man in den nächsten Tagen erfahren. Vielleicht ist es ja wirklich besser, sich mit den Tessinern im Sinne des Spielers zu einigen. Schliesslich will die FCA-Führungscrew aus der Vergangenheit die richtigen Lehren ziehen und nur noch Spieler verpflichten, die charakterstark sind und zu ihrem Wort stehen – sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten.

Und was lernen wir aus dieser Geschichte? Ein Berufsfussballer sollte sich gut überlegen, ob und vor allem wann er einen Vertrag unterschreibt. Denn erstens kommt es anders, als man zweitens denkt.