Apropos
DAB plus im Minus

DAB plus ist super. Die Anzahl empfangbarer Sender steigt. Die Tonqualität ist klasse. Eigentlich.

David Sieber
David Sieber
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Weg ist der Radioempfang, sobald man in einen Tunnel fährt.

Weg ist der Radioempfang, sobald man in einen Tunnel fährt.

Sandra Ardizzone

Denn leider scheint die neue Sendetechnik, die 2020 der Ultrakurzwelle den Garaus machen soll, nicht so ganz ausgereift. Nehmen wir an, wir sitzen am Sonntagmorgen im Auto, hören den Maloney auf SRF 3. Da, ein Tunnel, und stumm wird das Radio. Dort, eine Brücke, unter der man durch muss, und weg ist der Empfang. Wenn auch nur für wenige Sekunden, aber es reicht, um gerade noch «... so geht das» zu hören.

Wen der Kultdetektiv dieses Mal überführt hat, bleibt leider unbekannt. Es braucht nicht einmal Beton, um eine Sendepause zu erleiden. Völlig willkürlich fällt der Ton aus. Teils minutenlang herrscht das grosse Schweigen. Man könnte meinen, die No-Billag-Initiative sei bereits umgesetzt worden.

Ich hege langsam den Verdacht, dass dahinter eine Verschwörung der Unterhaltungselektronik-Branche steckt. Erst wurde DAB eingeführt. Man folgte den Aufrufen und wechselte das Empfangsgerät. Kaum war es in Betrieb, hiess es, nun komme DAB plus, dafür gehe UKW.

Nach Sichtung des 250. Plakates mit irgendwelchen Schweizer Popsternchen drauf, die irgendwohin umziehen, rüstete man halt auf. Und nun das. Als damals, 1978, die UK-Fee uns UKW brachte, funktionierte zwar auch nicht alles. Birgit Steineggers Charme machte das aber mehr als wett.

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